Weiltor soll im September stehen

Dieter Rumberg und Achim Paas zeigten Ende des vergangenen Jahres das Modell des neuen Weiltors. Das entsteht nun in Barcelona.Foto:Archiv, Speckenwirth
Dieter Rumberg und Achim Paas zeigten Ende des vergangenen Jahres das Modell des neuen Weiltors. Das entsteht nun in Barcelona.Foto:Archiv, Speckenwirth
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Auftrag wurde nun erteilt. Das Kunstwerk ist bereits abbezahlt. Verhandlungen um das Honorar des Künstlers zogen sich in die Länge.

Hattingen..  Gern hätte die Sparkassenstiftung für Kunst, Kultur und Denkmalpflege das fünfte Stadttor schon im Frühjahr diesen Jahres stehen sehen. Jetzt verzögert sich der Aufbau des umstrittenen Kunstwerks um einige Monate. Im September aber werde Hattingen nun das Weiltor bekommen, freut sich Stiftungsvorstand Dieter Rumberg. Grund für die längere Wartezeit waren die zwischenzeitlich zähen Verhandlungen mit dem katalanischen Künstler Agustí Roqué.

Erst ging es um den Standort und die Größe des Objektes. Dann ging es um Geld. Und immer wieder geht es um Gefallen oder Nichtgefallen. Was den Standort und die Größe des Kunstwerks angeht, war Ende des vergangenen Jahres eine Einigung erzielt worden. Denn dass der ursprüngliche Entwurf Roqués nicht zu realisieren sein würde, war schnell klar. Zu viele Leitungen waren im Weg, ein so wuchtiges Fundament an dieser Stelle technisch nicht machbar.

Seit März des vergangenen Jahres hatte der Künstler auf Bitten der Sparkassenstiftung deshalb an einem neuen Entwurf gearbeitet. Im Oktober schließlich konnten Rumberg und Kuratoriums-Vorsitzender Achim Paas das Weiltor präsentieren. Aus dem Tor wurde eine Stele aus rostfarbenem Cortenstahl: sechs Meter hoch auf einer Grundfläche von gerade einmal 1,40 mal 1,80 Metern.

Mit dem neuen Entwurf kam man auch den finanziellen Möglichkeiten der Stiftung näher. 85 000 Euro kostet das Kunstwerk nun insgesamt – inklusive Transport und notwendiger Bodenarbeiten. Der größere Teil der Kosten – nämlich der für das Stahlkunstwerk selbst – ist bereits bezahlt, erklärt Rumberg. Unstimmigkeiten gab es dagegen zunächst das Honorar des Künstlers betreffend.

So hatte Agustí Roqué erst auf einer Vorauszahlung bestanden. Nach schwierigen Verhandlungen konnte man sich nun aber doch auf eine Ratenzahlung verständigen. Und das sei auch kein außergewöhnliches Vorgehen in der Kunstwelt, betont der Stiftungsvorstand.

Endlich konnte nun der Auftrag erteilt werden. „Ende Juli bis August soll das Kunstwerk fertig sein“, blickt Rumberg in die Zukunft. Dann müsse es vor Ort in Barcelona abgenommen werden. Erst dann könne das Weiltor per LKW von Spanien nach Hattingen transportiert werden.

„Hier müssen wir es dann erst einmal zwischenlagern“, kündigt Dieter Rumberg an. Denn dann ginge es an die Bodenarbeiten. Das Fundament an der Ecke Große-/ Kleine Weilstraße müsste passgenau angefertigt werden. „Alle Schrauben müssen sofort passen.“

Im September schließlich rechnet Rumberg damit, dass das fünfte Stadttor steht. Dann können sich die Hattinger selbst ein Bild machen, ob es ihnen gefällt oder nicht.

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