Wahlkampf-Wirbel in Winz-Baak
11.08.2009 | 17:58 Uhr 2009-08-11T17:58:00+0200Enttäuschte Ex-Parteifreunde, überraschte Kontrahenten – und es gibt sie doch: Sachthemen.
Der politische Gegner wundert sich, ein ehemaliger Parteifreund ärgert sich – in Winz-Baak bläst der Wahlkampfwind den Christdemokraten zunehmend ins Gesicht. Ein Sturm im Wasserglas? Oder doch so etwas wie Meinungsbildung durch Argumente?
Da ist zunächst Christoph Röpke. Der 21-Jährige wohnt Auf dem Kampe und möchte die Kandidatenvorstellung für den Wahlbezirk 03 nicht unkommentiert lassen. Ziel seiner öffentlichen Kritik: der CDU-Bewerber Philipp Neuendorf, Jahrgang 1987.
Was Röpke an seinem Altersgenossen auszusetzen hat: „Er kommt nicht aus dem Rauendahl.” Man habe das Gefühl, Neuendorf wäre noch nie in seinem Wahlkreis gewesen und wisse nicht, welche Probleme die Menschen dort beschäftigen, meint Röpke.
Und zitiert des Kandidaten Vorstellungen, mehr Grünflächen erhalten und mehr Freizeitflächen bereitstellen zu wollen, während seine Partei für den Bau eines Altenheims an der Regerstraße sei – wofür Schmidtchens Wiese weichen müsste. Auch der von Neuendorf geforderte neue Sportplatz im Rauendahl sei keine gute Idee, stattdessen sollten bestehende Angebote zunächst einmal saniert werden.
Pikant an der politischen Breitseite mit Hinweis auf Präsenz im Wahlbezirk: Christoph Röpke, der sich „ein Kind des Rauendahls” nennt, war bis 2007 selbst Christdemokrat. Da ist er ausgetreten aus der CDU und deren Nachwuchsorganisation JU, dessen stellvertetender Vorsitzender er war.
Sein Vorwurf damals wie heute: „Die renommierten Parteien kümmern sich nicht wirklich um die Belange der Bürger, sondern nur um die eigene Machtposition.” Sein Vorschlag: die Gründung einer unabhängigen Bürgervereinigung.
Von einer solchen Idee dürfte das politische Personal der SPD in Winz-Baak weit entfernt sein. Was die Ratskandidaten Anke Jost, Rainer Kogelheide und Achim Paas mit dem Ex-CDU-Mann Christoph Röpke dennoch eint: das Kopfschütteln über die „Ortskenntnisse” der CDU-Konkurrenz.
Deren Forderungen nach Erhalt der Grundschule Rauendahl (Kogelheide: Steht nicht in Frage), Sanierung der Grundschule Oberwinzerfeld (Paas: Weder marode, noch baufällig) und dem Bau eines Seniorenzentrums (Jost: Überflüssige Abschiebeanstalt für Alte) seien „künstlich erzeugte Wahlkampfthemen”.
18:10
Die Linke in Hattingen hat sich von der DKP überrollen lassen und ist jetzt wohl platt gemacht worden.
Klartext: Die Linke in Hattingen ist nur noch Tarnung für die DKP, welche unter ihrem Namen keinen Blumentopf mehr gewinnen kann. Siehe die 121 Stimmen bei der Europawahl,
10:27
Ich war letzten Samstag mal in der Stadt. Da waren die örtlichen Parteien mit ihren Ständen um ein bisschen die Wahlwerbetrommel zu rühren. Da ich mich mal über alle Parteien und deren Wahlprogramme informieren wollte, war ich auch an jeden auffindbaren Stand. Leider vermisste ich die Linke die schließlich auch einen Bürgermeisterkandidaten hat.( ich sehe auch so keine Werbung) Als Fazit kann ich nur sagen, das nur die Grünen auf bunte Faltblättchen mit tollen fotos verzichtete und ihr mehrseitiges Wahlprogramm da hatte. Da nützt das Präsentsein von unseren Bürgermeister Kandidatinnen nichts.
23:53
Ja mei, wo sind wir denn? Ein Seniorenzentrums ist eine überflüssige Abschiebeanstalt für Alte? So ein Schwachsinn k.... mich an!
22:15
Tja, so ist das, wenn eine Partei wie die CDU bisher kein Wahlprogramm vorlegen konnte. Da schlägt jeder vor was er will. Da saugt man sich die Themen aus den Fingern. Chaos ist da wohl besser als total totgeschwiegen zu werden. Und da wird gehofft, dass der Wähler nichts merkt und mit seiner Wahlentscheidung hereinfällt. Dass dies so nicht funktioniert, stellte sich schnell heraus. Wahlkampf durch bewusste Irreführung oder durch Nichtssagen funktioniert wohl doch nicht so ganz.