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Vorsicht vor Spendenfallen

03.12.2015 | 06:00 Uhr
Vorsicht vor Spendenfallen

Hattingen.  Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Doch hinter den Aktionen verbergen sich auch Betrüger, die die Bereitschaft der Bürger ausnutzen.

Alle Jahre wieder wird in der Weihnachtszeit verstärkt um Spenden gebeten. Auch in Hattingen werden Bürger auf der Straße angesprochen, sich für ein Projekt zu engagieren. Ob für Flüchtlinge, Notleidende in Kriegsgebieten oder bedürftige Kinder. Nicht immer steht eine seriöse Organisation hinter Aktionen. Eine Übersicht über häufige Spendentricks:

Sammelbüchsen

Die Sammler erhoffen sich durch die direkte Ansprache ihrer Zielpersonen eine größere Chance, schnell eine kleine Spende zu erhalten. Oft werden Bürger durch mitleiderregende Bilder dazu verführt, unbedacht zu spenden. Die Polizei warnt davor, nicht zu engen Körperkontakt zu den Sammlern zuzulassen. Denn gerade Trickbetrüger nutzen diese Situation gerne aus, um Geldbörsen zu entwenden.

Briefpost und Flugblätter

Täglich landen Spendenaufrufe in Briefkästen. Wer einmal gespendet hat, wird meist wieder angeschrieben. Die Verbraucherzentrale NRW rät, an der Glaubwürdigkeit zu zweifeln und die Organisation unter die Lupe zu nehmen. Vor allem, wenn Werbepost auf Gefühle der Adressaten abzielt. Dies sei ein Zeichen unseriöser Briefwerbung.

Kleidersammlung

Gerade nach Afrika werden oft Kleiderspenden geschickt. Zur Weihnachtszeit können unter anderem bei Kirchengemeinden Pakete abgegeben werden. Auch unseriöse Anbieter nutzen dieses Feld für sich aus. Wie bei der Altkleidersammlung der Hattinger Pfadfinder. „Einige Tage vor dem Termin oder am selben Tag kommen gewerbliche Anbieter, die den Pfadfindern die Kleider wegnehmen“, sagt Elisabeth Henne vom Umweltamt des Kreises. Viele werben dabei mit einem Logo, das dem des Deutschen Roten Kreuzes ähnelt. Henne: „Auch wenn Sammler die Kleider abholen, was vermeintlich bequem ist, sollte man die Finger davon lassen“.

Werbung im Internet

Eine eigene und nach außen professionell wirkende Internetseite ist keine Garantie für Seriosität. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, einen Blick ins verpflichtende Impressum zu werfen. Dort sollten eine ordentliche Adresse sowie ein Ansprechpartner genannt sein. Wer unsicher ist, sollte nach Infomaterial oder Jahresberichten fragen, in denen offengelegt wird, wie Spendengeld verwendet wird.

Fördermitgliedschaften

Auf der Straße buhlen unseriöse Gruppen um Mitglieder für Hilfsprojekte, in die oftmals nur ein kleiner Teil der Geldspende fließt. Der größte Teil wird in die erneute Werbung für Spenden investiert. Die Polizei gibt den Tipp, erst nachzuvollziehen, wo das eigene Geld hinfließt, bevor Unterschriften abgegeben werden. Ein persönlicher Ansprechpartner für weiteren Kontakt sollte zur Verfügung stehen.

Hendrik Steimann

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2015-12-03 06:00
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