Vorschulkinder lernen richtigen Umgang mit Strom

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Was wir bereits wissen
Evangelischer Wichern-Kindergarten startet AVU-Projekttage zum Thema Elektrizität.

Hattingen..  „Was würde nicht funktionieren, wenn wir keinen Strom haben?“ Kolja Bruch ist Lernbegleiter und im evangelischen Wichern-Kindergarten in Bredenscheid zu Gast. „Das Licht . . .“, schallt es ihm entgegen. „Vielleicht die Heizung? Der Fernseher! Das Radio. Die Steckdose“, sind die Antworten der fünf- bis sechsjährigen Kinder. Kolja Bruch ist im Auftrag des Stromversorgers AVU im Kindergarten. An vier Tagen bringt er auf spielerische Weise den Kindern den Umgang mit Strom bei.

Der Kindergarten hatte sich in einem Wettbewerb der AVU gegen andere Kindergärten der Stadt durchgesetzt. „Braucht der Rauchmelder Strom?“, fragt die kleine Sarah. „Nein, der läuft mit Batterie“, entgegnen ihr die Jungs von der Seite. „Ihr seid ja Füchse“, sagt Bruch. „Ich bin der Laborfuchs. Und damit ihr das auch sein könnt, braucht ihr noch Laborkittel.“ Gesagt, getan, die Kinder decken sich mit Kitteln ein und helfen sich gegenseitig beim überziehen.

Der große Laborfuchs reicht kleine Batterien herum. „Jetzt machen wir etwas, was wir sonst nie machen dürfen“, sagt Bruch. „Zeigt mir alle mal die Zunge. Und haltet die Knöpfe der Batterie dran.“ Ganz vorsichtig wagen sich die Kinder mit der Zunge an die Batterien. Einige verziehen das Gesicht dabei. „Das kribbelt“, ist die einhellige Meinung. „Das, was ihr gemerkt habt, das war der Strom“, erklärt Bruch. „Das machen wir jetzt selbst.“ Zur Batterie kommt im ersten Schritt eine kleine Lampe. Es funktioniert noch nicht. Als nächstes kommt ein Verbindungskabel. „Damit kriegen wir den Strom in die Lampe“, so Bruch. „Das am Kabelende nennt man Krokodilklammer. Klemmt sie an die Lampe und an die Batterie.“ Doch es passiert nichts. Erst mit dem zweiten Kabel fließt der Strom im Kreis, und das kleine Lämpchen leuchtet auf.

Das versetzt die Kinder so sehr in Verzückung, dass sie anfangen, damit zu spielen. Sie knipsen das Licht im Takt an und aus: „Tatü, Tata...“ und haben sichtlich Spaß dabei. So sehr, dass die ersten Lampen nur noch schwach leuchten, weil die Batterie leer ist. Nach einer Stunde ist der erste Unterricht für die Laborfüchse im Flug vergangen. „Nächstes Mal spielen wir mit Strom, aber ohne Batterien.“