Von Trennmüll bis zum Putzen für Afrika

Am 20.5.2015 wurden in der Gesamtschule Hattingen an der Marxsrtaße vom Kreis 17 Schulen als „Schulen der Zukunft“ ausgezeichnet. Ergebnisse wurden mit einem Markt der Möglichkeiten der Öffentlichkeit präsentiert. Das Foto zeigt (v.l.) Mia (8), Maja (8), Femke (9), Manja (10) und Romy (9) von der Gesamtschule Bruchfeld. Foto: Manfred Sander / FUNKE Foto Services
Am 20.5.2015 wurden in der Gesamtschule Hattingen an der Marxsrtaße vom Kreis 17 Schulen als „Schulen der Zukunft“ ausgezeichnet. Ergebnisse wurden mit einem Markt der Möglichkeiten der Öffentlichkeit präsentiert. Das Foto zeigt (v.l.) Mia (8), Maja (8), Femke (9), Manja (10) und Romy (9) von der Gesamtschule Bruchfeld. Foto: Manfred Sander / FUNKE Foto Services
Foto: FUNKE Foto Services
Vier Hattinger Schulen erhielten bei einer Auszeichnungsfeier in der Gesamtschul-Auladas Gütesiegel „Schule der Zukunft“. Landeskampagne fördert Bildung für Nachhaltigkeit.

Hattingen..  Was macht eine „Schule der Zukunft“ aus? „Fortgeschrittene Technologie“, sagte ein Junge. „Moderner zu werden, ökologisch“, ein anderer. Und ein Mädchen befand, eine Schule der Zukunft habe sich auf den Weg gemacht zu einer besseren Welt. Drei Antworten, die am Mittwoch bei der Auszeichnungsfeier für die erfolgreiche Teilnahme an der Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ in der Gesamtschule in Welper zu hören waren. 17 Schulen und zwei Kitas aus dem EN-Kreis erhielten dort das Gütesiegel „Schule der Zukunft“-- darunter vier Hattinger Einrichtungen. Zu Besuch auf dem „Markt der Möglichkeiten“:

Grundschule Bruchfeld

Die Natur in ihrem Umfeld haben sie beim Schulwandertag kennen gelernt, aber auch Wäsche gewaschen und Schuhe geputzt von Eltern, Nachbarn, Freunden. Um so Geld zusammenzubekommen für Afrika. „Viele Kinder dort“, sagt Manja (10), „haben dort nämlich nicht so viel zu essen wie wir.“ Sie müssten oft weit zur Schule laufen, lebten in Lehmhütten. Das und vieles über die afrikanische Kultur haben die Grundschüler bei vielen Projekten (u. a. Trommelworkshop, Maskenbasteln) gelernt. Und das Geld, das sie sich beim Wäschewaschen und Schuheputzen erarbeitet haben, für Afrika-Projekte gespendet. „Damit die Kinder dort ein besseres Leben haben“, sagt Max (9).

Gymnasium Holthausen

Wie lässt sich Kleidung recyceln? Selbst zu testen, dass sich aus Plastik-Flaschen Fleece-Fäden herstellen lassen. Und mittels einer selbst gebauten Mülltrenn-Maschine (aus Fischer-Technik) Verständnis für die Umwelt schonende Prozesse entwickeln. Das lernten Schüler am Gymnasium Holthausen. Ein sichtbarer nachhaltiger Effekt: Neuerdings wird Müll in jedem Klassenzimmer getrennt. Und im kommenden Schuljahr soll es Trennmüll-Behälter dann auch auf dem Pausenhof geben.

Grundschule Bredenscheid

Mit aus Strumpfhosen selbst gebastelten Keschern haben sie erkundet, welche Tiere im Sprockhöveler Bach so alles leben, dabei sogar einen handgroßen Flusskrebs entdeckt. Auch durch Ausflüge in die zur Schule nahe gelegene Wiesen- und Waldlandschaft lernten die Grundschüler unmittelbar, was sich hinter dem Begriff Ökologie alles verbirgt. Und später dann auch kennen, wie sie den Müll, den sie so täglich produzieren, zumindest deutlich reduzieren können.

Gesamtschule Hattingen in Welper

Auf dem Schulhof und im Ökogarten haben Ökologiekurse der Jahrgangsstufen 9 und 10 eine Blühfläche und ein Staudenbeet als Bienenweide angelegt. Dieser wird seither von der Schülerschaft weiter gepflegt. Auf dass die Bienen: bleiben.

Übrigens: Für diese und für alle weiteren Engagements bedankte sich Dr. Arnim Brux, Landrat des EN-Kreises, am Mittwoch ausdrücklich: „Ich glaube, solches Engagement für eine lebenswerte Zukunft haben wir alle sehr, sehr nötig.“

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