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Gesundheitstag I

Von Sport-Apps bis zum Sprachtest

13.03.2016 | 16:16 Uhr
Von Sport-Apps bis zum Sprachtest
Gesundheitstraining, das Spaß macht. Logopädin Diane Althoetmar (43) lud beim 15. Hattinger Gesundheitstag am Samstag im Rathaus beim Mund- und Zungentraining zum Mitmachen ein.Foto: Walter Fischer

Der 15. Hattinger Gesundheitstag im Rathaus thematisierte digitale Neuigkeiten, bot aber auch viele Möglichkeiten zu Gesundheitstipps von Mensch zu Mensch

Es drückt und ziept, die Nase läuft, der Kopf explodiert. Bei Erkältungen und Gliederschmerzen geht’s zum Arzt. Oder an den Rechner. „Gesundheit 4.0 – Medizin in der digitalen Welt“ ist ein Trend, den sich der 15. Hattinger Gesundheitstag jetzt zum Motto machte.

Auf den Fluren und Treppenabsätzen des Rathauses waren gut 30 Aussteller vertreten und stellten ihre Angebote vor, mal im Gespräch, mal mit kleinen Aktionen. Zu ihnen gehörten unter anderem: das Caritas-Suchthilfezentrum, das Sanitätshaus Möller, die Alzheimer Gesellschaft, die Augusta-Akademie, Hörakustiker, Logopäden und viele weitere. In den Sitzungssälen fanden zudem Vorträge zu verschiedenen Themen statt, mit dem Veranstaltungsmotto im Mittelpunkt: Zur virtuellen Gesundheit, zu Computerspielen – wie sie helfen, wie sie schaden, zu Pflegeroboter oder zu Sport-Apps.

„Es gibt Hunderttausende solcher Apps, monatlich kommen welche hinzu, und bis 2017 wird sich der Umsatz in diesem Segment verzehnfacht haben“, sagte Philipp Topp, Mitarbeiter des Kreissportbunds Ennepe-Ruhr. Jeder dritte Smartphone-Nutzer trage dann ein kleines Sportprogramm in seiner Hosentasche, Schrittzähler, Kalorienzähler, Trainingsprogramme. Soziale Netzwerke laden dazu ein, Leistungen zu vergleichen. „Aber es fehlen die Betreuer, die Fehler korrigieren“, wies Topp auf einen großen Nachteil hin.

Angeregte Diskussionen

Iris Andrea Langer lenkte das Augenmerk ihres Vortrags auf den Zusammenhang von Schwerhörigkeit und Demenz: „Es gibt Studien, aus denen hervorgeht, dass eine Schwerhörigkeit die Demenz beschleunigt.“ Weitere Infos rund ums Hören gab es dabei am Stand von Duo Optik und Akustik – Hörtest inklusive. Ein gutes Dutzend Besucher ließen sich dort von Iris Andrea Langer und Annika Kiese durchchecken. „Etwa der Hälfte der Besucher rieten wir, in den nächsten Tagen noch mal zur Beratung zu kommen.“ Bei den Hörgeräten habe sich einiges getan. Derart unauffällig sind sie geworden, „dass ich selbst genau schauen muss, ob unsere neuen Kunden bereits ein Hörgerät tragen“, sagte Iris Andrea Langer.

Am Stand der Caritas Suchthilfe hatten die Gespräche eher allgemeinen Charakter. „Die Messe nutzen wir, um uns vorzustellen“, erklärten Viktoria Springob und Sabine Keinhörster. Bisweilen ging es auch ganz lebhaft in den Gesprächen zu, so gab es angeregte Diskussionen über die Legalisierung von Cannabis. „Menschen, die Hilfe suchen, stellen sich oft erst später bei uns vor“, so das Frauenduo.

Das reichhaltige Informationsangebot nutzten insgesamt aber viele Besucher. „Ich komme langsam in ein Alter, in dem auch Vorsorgeuntersuchungen wichtig werden“, erklärte etwa eine Frau ihre Beweggründe für den Messebesuch. Den Darm-Vortrag von Andreas Tromm vom Evangelischen Krankenhaus habe sie daher gezielt besucht.

Bastian Haumann

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2016-03-13 16:16
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