Von Käfern und anderen Kultautos

Bester Laune: Svenja, 21, scheint's im Audi TT Coupé zu gefallen.Foto:Walter Fischer
Bester Laune: Svenja, 21, scheint's im Audi TT Coupé zu gefallen.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer
Autoparty auf dem Gelände der Henrichshütte stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Die Hütte brennt“. Auftritte von Chris Roberts und Achim Petry

Hattingen..  Auf dem Gelände der Henrichshütte wehten am Samstag und Sonntag die Banner und Fahnen der Autohändler. Am Wochenende nämlich fand dort wieder die Autoparty statt. Längst ist diese dabei ein Klassiker. Die Veranstaltung gibt es nunmehr schließlich schon seit 30 Jahren. Das Motto in diesem Jahr: „Die Hütte brennt“.

Die Autoparty hat über die Jahre mittlerweile ihre Stammgäste. Rita und Ralf Braake gehören dazu. Die Hattinger schlenderten am Samstag über das Gelände der Henrichshütte und nahmen die zahllosen Karossen in Augenschein, stets auf der Suche nach dem Traumauto. Für dieses müssten „wir aber erst mal im Lotto gewinnen“, sagten sie lachend. In diesem Jahr überraschte sie die Autoparty. „Sie wirkt größer als sonst, es gibt mehr Aussteller und Besucher.“

Während Braakes eher ein Auge auf die aktuellen Modelle geworfen hatten, ging es bei Klaus Kollender vom Oldtimer Centrum in Hattingen um die ganz alten Schätzen. Gleich zwei Kultmodelle parkten entlang des Stands, doch vor allem die Käfer und der alte, aber perfekt restaurierte VW-Bulli waren ein Blickfang. „Die Autos waren damals eben noch richtige Volkswagen und viele haben selbst mal einen gehabt“, sagte Kollender.

Michaele Schwenger stand derweil für Besucher bereit, die sich für Camping interessierten. „Je nach Bauweise der Wagen können die schon von einem Kleinwagen gezogen werden“, sagte sie. Auch kleine Wohnwagen ließen kaum Wünsche offen, haben Kühl- samt Gefrierschränke, eine Dusche mit Warmwasser und mehr. „Gerade Familien fahren gerne in den Campingurlaub, aber eigentlich geht es quer durch alle Schichten.“

Nicht alle auf dem Gelände ausgestellten Autos fuhren mit Benzin. Am Stand der AVU ging es um alternative Antriebsmethoden: Erdgas und Strom. Die damit betriebenen Fahrzeuge haben zwar auch konventionelle Motoren an Bord. „Doch durch die Kombination verbraucht unser Elektroauto gerade mal etwas mehr als anderthalb Liter auf 100 Kilometer“, sagte Friedhelm Susok von der AVU. Und das E-Auto habe noch eine Besonderheit: eine Fußgängerhupe. Denn die typischen Motorengeräusche gebe es nicht. Da brauche es eben etwas anderes, um Fußgänger im Straßenverkehr auf sich aufmerksam zu machen. Auch Pedelecs, als Räder mit Elektromotor, präsentierte der Stand. „Mittlerweile liegt der Anteil an solchen Rädern bei knapp 35 Prozent.“

Am Samstag und Sonntag kamen aber nicht nur Auto- und Motorradfans auf ihre Kosten. An beiden Tagen gab es auf der großen Freiluftbühne viel Musik und Tanz. Unter anderem traten dort Chris Roberts und Achim Petry auf. Ein Hubschrauberrundflug lockte, es gab einen Streichelzoo und einen Mitmachzirkus für Kinder, die mit den Profis vom Circus Antoni zusammenarbeiten konnten. Im Zirkuszelt übrigens konnten die Besucher am Samstagabend nach Herzenslust feiern, zum Finale brannten die Veranstalter dann ein Feuerwerk ab.

Mit dem schönen, sonnigen Sonntag klang das Fest schließlich aus. „Für uns Händler ist der Sonntag eh’ immer etwas stärker“, sagte Michaele Schwenger. Da könne sie gutes Wetter nur begrüßen.