Von der ersten in die zweite Liga

Acht Mal spielte Lukas Schmitz (l.) für Fortuna Düsseldorf über die volle Distanz – hier gegen den 1. FC Nürnberg.
Acht Mal spielte Lukas Schmitz (l.) für Fortuna Düsseldorf über die volle Distanz – hier gegen den 1. FC Nürnberg.
Foto: Bongarts/Getty Images
Was wir bereits wissen
Fußballprofi Lukas Schmitz wechselte nach Verletzungspech von Werder Bremen zu Fortuna Düsseldorf. Dort spielte er erfolgreich – bis zu einem Zehenbruch.

Hattingen..  Das Jahr 2014 war ein aufregendes für Fußballprofi Lukas Schmitz. Der 26-Jährige war bei Werder Bremen auch wegen Verletzungen aufs Abstellgleis geraten und suchte bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf eine neue Herausforderung. In der Landeshauptstadt gehörte er schnell zum Stammpersonal – ehe er sich einen Zehenbruch zuzog, unter dessen Folgen er immer noch leidet.

Erst acht Minuten waren am 31. Oktober im Spitzenspiel des zwölften Zweitliga-Spieltages absolviert, da stießen Schmitz und Ingolstadts Danny da Costa heftig zusammen. Die Folge: Während sich da Costa den Unterschenkel brach, hielt Schmitz noch 20 Minuten durch, ehe er vom Feld musste. Die Diagnose: ein gebrochener Zeh.

Seitdem hat Schmitz nicht mehr für seinen Verein auf dem Platz gestanden, auch das letzte Spiel des Tabellenfünften im Jahr 2014 am 19. Dezember gegen Union Berlin kam noch zu früh für den Hattinger. „Ich hatte mir das anders vorgestellt“, sagt Lukas Schmitz.

Acht Mal volle Distanz

Denn bis zur Verletzung hatte er sich gut eingelebt. Acht Begegnungen in der Meisterschaft hatte Schmitz vor seiner Verletzung über die volle Distanz für die Fortuna bestritten. Anders formuliert: Immer wenn er im Kader stand, stellte Trainer Oliver Reck ihn trotz großer Konkurrenz auf und nahm ihn auch nicht vom Feld. Mit Schmitz auf dem Platz hat die Fortuna nur einmal verloren, aber bei fünf Siegen und zwei Unentschieden gepunktet.

„Mein Fazit ist: Wenn ich gesund bin, ist alles ganz wunderbar“, sagt Lukas Schmitz. „Aber mein Ziel war eigentlich, ohne Verletzung durchzukommen. Das ist mir leider wieder nicht gelungen.“

Schon bei Werder Bremen hatten den ehemaligen Spieler der TSG Sprockhövel immer wieder gesundheitliche Probleme zurückgeworfen.

Verletzungspech

In der Saison 2013/2014 hatte Schmitz mit einem Fußwurzelbruch, einem Muskelfaserriss im Oberschenkel, einem Norovirus und einem grippalen Infekt zu kämpfen – es gab keine dauerhafte Rückkehr in Werders Erstligamannschaft mehr, am Saisonende hatte der Linksfuß nur 97 Bundesligaminuten absolviert.

Aber zurück nach Düsseldorf, wo Lukas Schmitz im neuen Jahr wieder auf der linken Fortunen-Seite spielen will. „Wir hatten als Parole ausgegeben, dass wir im oberen Drittel dabei sein wollten, und das ist uns gut gelungen. Außer Ingolstadt haben wir noch alle in Reichweite“, sagt der 104-fache Erstligaspieler. „Ich denke, wir haben eine gute Ausgangsposition für das Frühjahr. Und wenn die Verletzten wieder dabei sind, haben wir eine schlagkräftige Truppe.“

Eine schlagkräftige Truppe, in der auch Lukas Schmitz seinen Platz wieder finden wird, wenn er fit ist.