Vom Luxus, sich einschränken zu dürfen
16.05.2008 | 18:27 Uhr 2008-05-16T18:27:35+0200In Blankenstein wurden die Sieger des Aphorismus-Wettbewerbs von Hattinger Zeitung, DAphA und Stadtmuseum ausgezeichnet "Mich trifft der Schlag, stöhnte die Pauke." Kurz, knapp und präzise: Aphorismen bringen auf den Punkt, was sonst vieler Worte bedarf.
... Gemeinsam mit dem Deutschen Aphorismusarchiv (DAphA) und dem Stadtmuseum hatte die Hattinger Zeitung Dichter und Denker zum Wettbewerb aufgerufen. Im Cafe? am Stadtmuseum wurden die besten Sprüche prämiert.330 Einsendungen zum Thema "Witz-Bild-Sinn" gingen aus der gesamten Bundesrepublik und sogar aus den europäischen Nachbarländern ein. Zehn Teilnehmer wurden ausgezeichnet. Die drei Erstplatzierten freuten sich über Preise der Hattinger Zeitung: Digitalkamera, Funkuhr und USB-Stick. Die Preisträger vier bis zehn erhielten Bücher der Spicker-Stiftung und der Buchhandlung Napp.Nur zwei Autoren kamen zur Preisverleihung - die anderen leben zu weit entfernt. Jürgen Flenker aus Münster, Platz vier, gab einige Aphorismen zum Besten. Kostprobe: "Wer von Natur aus zu Kopflastigkeit neigt, sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen."Der Zweitplatzierte, Tobias Grüterich aus Bonn, war gekommen, um seine eigenen, aber auch die Aphorismen des Siegers Stefan Schütz zu Gehör zu bringen. Als Zugabe eine Gemeinschaftsarbeit: "Sich einschränken dürfen - das ist Freiheit."Für die passenden Paukenschläge sorgte der Schlagzeuger Dennis Frehse. Moderator Dr. Jürgen Wilbert fügte die kurzen und knappen Fäden zusammen. Anstelle der abwesenden Autoren lasen Anselm Vogt und Petra Kamburg deren Werke.Am Ende des Abends kürte das Publikum seinen eigenen Sieger-Aphorismus: "Nachruf auf einen Individualisten: Immer wollte er anders sein, jetzt ist er verschieden" von Helwig Brunner (8. Platz). ne
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