Vogelzählung im Hillschen Garten

Isolde Füllbeck und d Jürgen Hendricks
Isolde Füllbeck und d Jürgen Hendricks
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Stunde der Gartenvögel: Nabu-Mitglieder sehen keinen einzigen Sperling – aber zehn Mauersegler.

Hattingen..  Nein, einen Haussperling, den Sieger der elften Stunde der Gartenvögel hat Isolde Füllbeck vom Naturschutzbund-Ortsverein Hattingen (Nabu) nicht gesehen im Hillschen Garten, wo sie mit Kollege Jürgen Hendricks die dort herumfliegenden Vögel zählte. Aber dafür: einen Raben, zwei Rotkehlchen, zwei Tauben, drei Amseln, fünf Schwalben, einige Meisen. Und sogar zehn Mauersegler. Alles binnen von gerade einmal 15 Minuten.

Der Hillsche Garten, zog Isolde Füllbeck denn nicht zuletzt aufgrund dieser durchaus ergiebigen Vogelzählung zufrieden ihr Fazit, sei „ein toller Garten“. Und sie fügte hinzu: Im nächsten Jahr plane sie, anlässlich der „Stunde der Gartenvögel“ erneut in dieser Grünanlage nach Amseln, Finken, Staren und Co. Ausschau zu halten. „Dann hoffentlich gemeinsam mit einigen anderen interessierten Bürgern.“ Die nämlich vermisste die Naturfreundin diesmal bei der – zugegeben sehr kurzfristig anberaumten – Nabu-Aktion im Hillschen Garten.

Beeindruckt haben Isolde Füllbeck ebendort übrigens vor allem die Mauersegler. Diese kleinen Vögel, so groß wie eine Schwalbe, die bevorzugt in Hohlräumen von Steinbauten leben, seien „echte Flugkünstler“, betont die Nabu-Frau. „Die können sogar im Fliegen schlafen.“ Doch wie für viele Vogelarten, so werde es auch für den Vogel des Jahres 2003 zunehmend schwieriger, geeignete Lebensräume zu finden, sagte Isolde Füllbeck – für den Mauersegler u. a. deshalb, weil für ihn durch die zunehmende Dämmung von Häuserfassaden Wohnraum verloren geht und weil er Neubauten mit glatter Fassade kaum nutzt.

Die alljährlich am zweiten Maiwochenende veranstaltete „Stunde der Gartenvögel“ habe der Nabu übrigens vor allem deshalb ins Leben gerufen, um „dafür zu sensibilisieren, dass wir alle unsere Umwelt nicht zu sehr sterilisieren“, betonte Isolde Füllbeck. Und sie appelliert an die Bürger, Garten möglichst naturnah zu gestalten, mit verschiedenartigen Bäumen und Sträuchern. So könnten Gärten ein kleines Naturschutzgebiet sein für die Vogelwelt.