Viele Leidtragende

Die Nase voll hat Wolfgang Zimmermann, Vorstandsmitglied des Vereins Freunde der Awo Welper. Den gründete einst sein Vater August Zimmermann, Initiator von „Essen auf Rädern“, mit. Wie es weitergeht, ist unklar. „Ob wir den Verein weiterführen, entscheiden wir, wenn das hier alles vorbei ist“, sagt Zimmermann, der noch lange gehofft hatte, dass sich ein Retter findet. Vergeblich. Was dem Gemeinwohl dienen sollte, ist für ihn nun zu einem Befassen mit Gesetzen und Verfahren geworden. Selten komme es vor, dass ein Verein Insolvenz anmelde, sagt Insolvenzverwalter Marc d’Avoine. Menschlich eine Riesenenttäuschung ist das Geschehene für die Vereinsmitglieder. Man kannte sich, man vertraute sich. Und traute keinem Mitglied Böses zu. Leidtragende der Geschichte sind aber nicht nur diejenigen, die nun vor den Scherben stehen, sondern alle Bürger des Stadtteils – denen nun ein Versammlungsraum, in den 100 Menschen passen, fehlt. Er ist eine Bauruine. Traurig, dass Gutes manchmal nicht zu retten ist.