Viele Kinder gegen Masern geimpft

Kinderarzt Dr. Peter Stoll
Kinderarzt Dr. Peter Stoll
Foto: WAZ FotoPool
Nach Erfahrung des Kinderarztes Hans-Peter Stoll wird Impfstoff gut vertragen ohne schwerwiegende Beeinträchtigungen. 2013 ein Fall im EN-Kreis.

Hattingen..  In Berlin sind hunderte Menschen an Masern erkrankt, ein Junge von eineinhalb Jahren, der nicht geimpft war, ist gestorben. Im Ennepe-Ruhr-Kreis gab es in diesem Jahr und 2014 keinen Fall von Masern, „der letzte war 2013 in Herdecke“, sagt Ingo Niemann, Sprecher der Kreisverwaltung.

Kinderarzt Dr. Hans-Peter Stoll ist in knapp 25 Jahren, „seit ich hier bin, kein Fall untergekommen“. Seiner Erfahrung nach wird auch der Impfstoff gut vertragen. Es habe keine schwerwiegenden Beeinträchtigungen als Folge gegeben. Die Impfquote vor Ort sei sehr gut.

Das bestätigen Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen. Im laufenden Schuljahr 2014/2015 wurden 339 Jungen und Mädchen aus Hattingen untersucht. Die Eltern von 308 Kindern legten ihr Impfheft vor, das entspricht einem Anteil von 90,9 Prozent. 301 Kinder waren einmal gegen Masern geimpft, was eine Rate von 97,7 Prozent bedeutet. Die zweite Masernimpfung hatten 291 Kinder bekommen, was eine Quote von 94,5 Prozent ergibt.

Im Schuljahr zuvor waren 507 Kinder untersucht worden, von denen 459 (90,5 Prozent) ein Impfheft vorgelegt hatten. Bei der ersten Masernimpfung war das Ergebnis etwas besser – mit 451 oder 98,3 Prozent geimpften Kindern – bei der zweiten etwas schlechter im Vergleich zum Schuljahr davor mit 426 geimpften Jungen und Mädchen und 92,8 Prozent Quote.

Als Impfquote, so das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, werde generell die Durchimpfungsrate gegen Mumps, Masern und Röteln bezeichnet. Wobei sich die Quote nicht auf alle untersuchten Kinder bezieht, sondern nur auf diejenigen, deren Eltern ein Impfheft vorgelegt haben.

Als gut bezeichnet Hans-Peter Stoll die Zustimmung von Seiten der Eltern für die Impfung. Masern seien eine schwere Erkrankung, die Kindern mehr zusetzt als eine Grippe. Sie seien eine oder zwei Wochen bettlägerig. Eine Gehirnentzündung und andere schwerwiegende Folgen könnten auftreten.

Einen hundertprozentigen Schutz gebe es zwar nicht, doch sei er mit zwei Impfungen sehr hoch. Und falle um so höher aus auch für Ungeimpfte gegen Ansteckung, je mehr Menschen in der Umgebung geimpft sind.

Im Vergleich zum gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis liegt das Hattinger Impfergebnis über dem Durchschnitt bei der Schuleingangsuntersuchung der Kinder des laufenden Schuljahres. 2420 waren kreisweit untersucht worden. 2128 (87,9 Prozent) hatten ein Impfheft vorgelegt. 95,9 Prozent (2040 Kinder) waren einmal, 88,3 Prozent (1878 Kinder) zweimal gegen Masern geimpft.

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