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Vernetzt lernen mit weißer Tafel

16.09.2010 | 18:12 Uhr
Vernetzt lernen mit weißer Tafel
Das Whiteboard (links) wird die grüne Kreidetafel (rechts) nach und nach ersetzen.

Weiße neue Schulwelt: Der Lehrer klappt nicht mehr die grüne Tafel auf – und findet eine Karikatur von sich. Er malt ein bisschen mit dem Finger herum. Und der Schüler staunt – was plötzlich wie von Zauberhand an Unterrichtsmaterialien auf dem Whiteboard erscheint.

Am Anfang macht neuer Lernnachwuchs angesichts der technischen Möglichkeiten große Augen nicht nur bei EDV-Fachmann Wolfgang Hildebrand. In naher Zukunft sollen Holthauser Gymnasiasten auch dann nichts versäumen, wenn sie krank waren – sie können den Stoff nach Hause geschickt bekommen. Möglich macht das die Lernplattform lo-net2 mit einem Intranet, die als Lernmöglichkeit getestet wird. „Viele neue Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung“ sieht die Schule. Voraussetzung ist das interaktive Whiteboard.

Leinwand, Schreibfläche, Touchscreen: alles verbunden. Bilder und Grafiken können in Tafelbilder eingefügt und per Mail an Schüler geschickt werden. Von der grünen Tafel gewischt, sind die Informationen weg. Hier können sie zwischengespeichert und immer wieder abgerufen werden.

Die Kreisverwaltung EN hat noch nicht das Ende der Kreidezeit eingeläutet, sieht Schulen aber auf dem Weg dorthin. Was nicht erdgeschichtlich gesehen werden muss. Wer noch mit Kreide auf grüne Tafeln malt und schreibt, braucht sich nicht als Dinosaurier zu fühlen. Das System ist noch reichlich in der schulischen Erdumlaufbahn und von heute auf morgen nicht zu ersetzen. Auch an Hattinger Schulen wird aber in einigen Fächern schon anders gelernt. Und immer mehr Pädagogen machen sich schlau, was die neuen Möglichkeiten hergeben.

60 Anmeldungen hat das Medienzentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises für die Fortbildung am nächsten Donnerstag erhalten. Ob Förderschule St. Georg, die Grundschule Winz-Niederwenigern oder das Berufskolleg: Lehrer lassen sich gängige Modelle vorstellen und setzen sich mit „Chancen, Gefahren und Mehrwert digitaler Tafeln“ auseinander.

Holthausen hat einige und arbeitet seit ein paar Jahren damit. 2000 Euro kostet ein Exemplar. „Es gibt Pakete und Sonderangebote“, sagt Gerd Buschhaus, Leiter des Gymnasiums. Computerräume sind damit ausgestattet, in Erdkunde wird damit gearbeitet.

Auch im Gymnasium Waldstraße werden Whiteboards „gut genutzt“. Seit einem Jahr auch in Physik und Biologie in neu ausgestatteten naturwissenschaftlichen Räumen. Für weitere Klassen hat Schulleiter Dr. Heinz Niggemann sie bei der Stadt beantragt. Er glaubt, dass sie sich langfristig stärker verbreiten werden.

Scherze können sich Schüler mit dem Whiteboard nicht erlauben, selbst nette Sprüche sind keine Überraschung mehr. „Der Lehrer schaltet die Tafel ein“, sagt Dr. Heinz Niggemann.

Brigitte Ulitschka

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Kommentare
18.09.2010
15:12
Vernetzt lernen mit weißer Tafel
von Thorsten Podlech | #3

Hallo dieZecke,

2.000 Euro halte ich auch für viel zu teuer.
Wenn man im Internet etwas recherchiert findet man Anbieter aus China, die ab 10 Stück für ca. 200 Dollar liefern können.

Wenn man über 50 Klassenräume spricht kann man also von 10.000 Dollar ausgehen. Mit Transport und Zoll liegt man später bei ca. 10.000 Euro.

Ich bin mir sicher, dass über Hattinger Unternehmen ca. 50% der Summe aufgetrieben werden könnte.

Details gibt es hier:
http://www.alibaba.com/showroom/interactive-whiteboard.html

Gruß
Thorsten Podlech

16.09.2010
22:37
Blockierter Kommentar.
von dieZecke | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

16.09.2010
22:20
Vernetzt lernen mit weißer Tafel
von Thorsten Podlech | #1

LoNet ist eine großartige Idee um die Interaktivität zu fördern.

Ich selbst mache gerade neben der Arbeit meinen MBA in den USA und wir arbeiten ausschließlich mit solcher Technologie, da es ein Fernstudium ist. Bei Campus-Aufenthalten werden die Tafelbilder als PDF gespeichert und zum Download verfügbar gemacht.

Jeder Schüler bringt seinen Laptop zum Unterricht (Durchschnittsalter ist allerdings ca. 38 Jahre).

Unsere Professoren tragen Neuigkeiten auf einer Pinnwand ein, worauf wir parallel eine Email bekommen.

Dieses Blackboard ist mit Facebook vernetzt. Das bedeutet, dass ich bei jedem Login in Facebook sehen kann, wenn ein Mitschüler oder der Professor einen Kommentar in einem Forum hinterlassen hat.

Wir Schüler nutzen Google Docs um gemeinsam live an Excel Tabellen oder Word Dokumenten zu arbeiten.

Hier wird es spannend: Wenn Case-Studies, also Hausarbeiten, eingereicht werden, prüft das System den Text auf Übereinstimmung mit anderen Quellen. Damit kann sich der Lehrer sicher sein, dass nicht abgeschrieben wird.

Warum schreibe ich das hier:
- In unserem Unternehmen muss jeder Monteur inzwischen schon beim Ölwechsel mit dem PC arbeiten um das Fahrzeug zurückzusetzen.
- Im Büro greifen die Mitarbeiter ständig auf gemeinsame Dokumente online zu
- Alle Mitarbeiter können per eigenem Smartphone auf Emails, Dokumente, Kalender und Chats zugreifen.
- Bewerbungen werden fast überall nur noch online akzeptiert
- Unser Dokumentenmanagementsystem ist in der der Cloud
- Email ist in der Cloud
- Das Warenwirtschaftssystem und die Buchhaltung sind ab Januar in der Cloud

Wir sind nur ein Mittelständler mit ca. 40 Mitarbeitern, aber die Anforderungen in Bezug auf EDV werden jeden Tag höher. Und beim Konzern ist das alles noch intensiver.

Systeme wie LoNet helfen dabei, Lehrer, Schüler und die Eltern untereinander zu vernetzen, um gemeinsam erfolgreicher zu werden.

Ich bin gespannt auf das Feedback, da LoNet in Hattingen ja auch viele Kritiker hat.

Schöne Grüße
Thorsten Podlech

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