Verkaufsoffener Feiertag

So war es im vergangenen Jahr: Viele Besucher kamen in die Hattinger Innenstadt.
So war es im vergangenen Jahr: Viele Besucher kamen in die Hattinger Innenstadt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Für die einen ein Segen, weil der Umsatz steigt oder sie endlich zum Einkaufen kommen – für die anderen Fluch, weil sie gerade deshalb arbeiten müssen.

Hattingen..  Mittwoch ist Feiertag, und zwar nicht irgendeiner, sondern der Tag der Deutschen Einheit. In Hattingen beginnt der 17. Herbstmarkt und das 10. Panhasfest. Außerdem ist verkaufsoffener Feiertag. Welche Bedeutung haben Feiertage eigentlich noch? Die Meinungen gehen weit auseinander: „Wir haben grundsätzlich ein gespaltenes Verhältnis zu verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen“, erklärt Achim Paas, SPD-Fraktionsvorsitzender, denn seine Fraktion sehe das natürlich auch aus der Arbeitnehmersicht. Trotzdem habe es wieder eine knappe Mehrheit für den verkaufsoffenen Feiertag gegeben. Ein klares Nein kommt von Hans-Georg Harms, ehemaliger DGB-Vorsitzender aus Hattingen: „Ich finde die ganzen verkaufsoffenen Sonntage überflüssig.“

Die Ladenöffnungszeiten seien mittlerweile so ausgedehnt, dass auch Berufstätige ihre Einkäufe unter der Woche erledigen könnten, findet er. Besonders geärgert hat sich Harms, der immer die Mai-Kundgebung organisiert, als es die Idee gab, die Geschäfte am 1. Mai zu öffnen. Doch das habe die „sichtige Politik“ dann doch verhindert.

Positiv sieht Georg Hartmann, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins den Feiertag: „Das ist einer der umsatzstärksten Tage im Jahr, wahrscheinlich weil er antizyklisch ist.“ Das vermutet auch der Einzelhandelsverbands-Vorsitzender Peter Blome: „An einem Feiertag gibt es weniger Regelmäßigkeiten als an einem Sonntag“, an dem etwa der Kirchgang oder das Mittagessen bei den Eltern geplant sei.

Auch Gerhard Nörenberg (CDU) in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus spricht sich für die Geschäftsöffnung aus: „Die Stadt ist voll und das heißt es wird von den Bürgern angenommen.“ Für berufstätige Eltern etwa, sei das eine gute Gelegenheit die freie Zeit zu nutzen und gemeinsam mit ihren Kindern ein paar Dinge erledigen. Doch auch Verkäufer haben Kinder. „Ich habe Verständnis für jeden, der lieber mit der Familie etwas machen möchte, aber ich verstehe auch die Geschäftsinhaber, denen das zusätzlichen Umsatz bringt“, so Marc Batrina, stellvertretender FDP-Vorsitzender, der sich eine bundeseinheitliche Feiertagsregelung wünschen würde. Stefan Kietz-Borgwardt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat ist konsequent gegen die Feiertagsöffnung: „Diese Ausweitung der Arbeitszeit halte ich für unzumutbar. Man sollte jeden Feiertag gleich wichtig nehmen. Es handelt sich ja um eine gesellschaftliche Übereinkunft.“

Hattingen. Mittwoch ist Feiertag, und zwar nicht irgendeiner, sondern der Tag der Deutschen Einheit. In Hattingen beginnt der 17. Herbstmarkt und das 10. Panhasfest. Außerdem ist verkaufsoffener Feiertag. Welche Bedeutung haben Feiertage eigentlich noch? Die Meinungen gehen weit auseinander: „Wir haben grundsätzlich ein gespaltenes Verhältnis zu verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen“, erklärt Achim Paas, SPD-Fraktionsvorsitzender, denn seine Fraktion sehe das natürlich auch aus der Arbeitnehmersicht. Trotzdem habe es wieder eine knappe Mehrheit für den verkaufsoffenen Feiertag gegeben. Ein klares Nein kommt von Hans-Georg Harms, ehemaliger DGB-Vorsitzender aus Hattingen: „Ich finde die ganzen verkaufsoffenen Sonntage überflüssig.“

Die Ladenöffnungszeiten seien mittlerweile so ausgedehnt, dass auch Berufstätige ihre Einkäufe unter der Woche erledigen könnten, findet er. Besonders geärgert hat sich Harms, der immer die Mai-Kundgebung organisiert, als es die Idee gab, die Geschäfte am 1. Mai zu öffnen. Doch das habe die „sichtige Politik“ dann doch verhindert.

Gesellschaftliche Übereinkunft

Positiv sieht Georg Hartmann, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins den Feiertag: „Das ist einer der umsatzstärksten Tage im Jahr, wahrscheinlich weil er antizyklisch ist.“ Das vermutet auch der Einzelhandelsverbands-Vorsitzender Peter Blome: „An einem Feiertag gibt es weniger Regelmäßigkeiten als an einem Sonntag“, an dem etwa der Kirchgang oder das Mittagessen bei den Eltern geplant sei.

Auch Gerhard Nörenberg (CDU) in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus spricht sich für die Geschäftsöffnung aus: „Die Stadt ist voll und das heißt es wird von den Bürgern angenommen.“ Für berufstätige Eltern etwa, sei das eine gute Gelegenheit die freie Zeit zu nutzen und gemeinsam mit ihren Kindern ein paar Dinge erledigen. Doch auch Verkäufer haben Kinder. „Ich habe Verständnis für jeden, der lieber mit der Familie etwas machen möchte, aber ich verstehe auch die Geschäftsinhaber, denen das zusätzlichen Umsatz bringt“, so Marc Batrina, stellvertretender FDP-Vorsitzender, der sich eine bundeseinheitliche Feiertagsregelung wünschen würde. Stefan Kietz-Borgwardt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat ist konsequent gegen die Feiertagsöffnung: „Diese Ausweitung der Arbeitszeit halte ich für unzumutbar. Man sollte jeden Feiertag gleich wichtig nehmen. Es handelt sich ja um eine gesellschaftliche Übereinkunft.“