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Ladegerät fürs Handy...

Vergessliche Hotelgäste

24.07.2009 | 19:13 Uhr

Der eigene Bademantel ist schon etwas ausgelutscht. Schwupps verschwindet das Hotelexemplar im Koffer. Von Handtüchern, Aschenbechern oder Kaffeelöffeln ganz zu schweigen.

Doch bei Übernachtungen in fremden Betten verschwindet nicht nur hin und wieder etwas, Gäste lassen auch einiges zurück. Und zwar bevorzugt Ladegeräte für Handys.

Die haben Gäste aus Deutschland, Belgien und Holland, viele davon geschäftlich unterwegs, schon im Hotel Zur alten Krone liegen gelassen.

„Das Avantgarde hat einen ganzen Schrank voll davon, bestimmt 50 Stück”, sagt Geschäftsführer Roland Stumpf. Auch die goldene Uhr oder Manschettenknöpfe bleiben liegen. Und werden wie andere Fundstücke auch drei Monate aufbewahrt. Sogar Unterwäsche ziert schon mal ein Zimmer, wenn die Gäste längst weg sind. Oder Schuhe stehen noch in einer Ecke in nicht gerade berauschendem Zustand, so dass keiner weiß, ob sie nicht vielleicht absichtlich vergessen wurden und sowieso auf den Müll sollten. Auch DVD-Player bleiben im Zimmer. Die haben ausländische Gäste für 20 oder 40 Euro für den Aufenthalt vor Ort gekauft. Beim Packen stellt sich raus: kein Platz mehr im Koffer. Das Teil bleibt zurück.

Wird das Überbleibsel rechtzeitig bemerkt, rufen Verantwortliche die Gäste an auf dem Handy. Falls sie es aufgeladen (und mitgenommen) haben. Dann können sie schnell noch mal umdrehen und ihre vergessenen Sachen einsammeln. Sind sie schon zu weit entfernt, schreibt ihnen das Hotel.

Im Hotel-Restaurant Wegermann wurden neben Handyladern auch Manschettenknöpfe oder Krawatten eingesammelt. „Auch Hygieneartikel wie Duschgel bleiben gern liegen”, weiß Melanie Karasch, die das Restaurant leitet.

Auch wer vom Hotelfach ist, ist nicht automatisch gefeit gegen Vergesslichkeit im eigenen Urlaub. So hat etwa Roland Stumpf selbst ein Ladegerät liegen lassen. Nein, nicht fürs Handy. Auf Mallorca blieb im Badezimmer das für die elektrische Zahnbürste zurück.

Auch Georg Hartmann, Geschäftsführer des Stadtmarketing, hat beim Wochenendtrip in Amsterdam den Rasierapparat liegen lassen. Er hat den Verlust bemerkt und angerufen. Danach hat er das Gerät gegen Wildwuchs im Gesicht ganz unkompliziert zurück bekommen und sich über den Service gefreut. Gegen Vergesslichkeit wappnet er sich, indem er möglichst nichts in Schubladen verstaut und bei Kurzurlauben Sachen sichtbar nach draußen hängt.

Die Möglichkeit, in Hattingen etwas zu vergessen, ist groß - bei 29 422 Übernachtungen von Januar bis Mai. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 0,6 Prozent bei 390 Betten in 13 Hotels mit mindestens sieben Zimmern.

Brigitte Ulitschka

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Kommentare
25.07.2009
05:54
Vergessliche Hotelgäste
von Fireblade | #3

Sind sie schon zu weit entfernt, schreibt ihnen das Hotel.
Da wird sich aber manche Ehefrau oder mancher Ehemann aber wundern ;-)
In Herne ist man wohl diskreter
Einen Anruf beim Gast wird das Hotel aus Diskretion nicht machen. Wer weiß denn schon, wer letztlich ans Telefon geht, und ob diese Person über den Hotelaufenthalt informiert war?

24.07.2009
20:53
Vergessliche Hotelgäste
von Hans Huckebein | #2

Und immer wieder ...

... erstaunlich, dass selbst bei solchen Sommerloch-Beiträgen so ganz nebenbei mal wieder ein Hinweis auf den Geschäftsführer des Stadtmarketing erfolgt.

;-)))

24.07.2009
20:09
Vergessliche Hotelgäste
von Fireblade | #1

Der WAZ fällt wohl wirklich nichts neues ein, ein fast gleicher Artikel stand am 19.07. in der WAZ von Wanne-Eickel, mit der Überschrift

Und immer wieder Handykabel

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