Verdi ruft Briefträger zum Streik auf

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Was wir bereits wissen
Wann die Hattinger die Arbeit niederlegen sollen, sagt der Bezirk Südwestfalen noch nicht.

Hattingen..  Nach Mitarbeitern in den Briefverteilzentren fordert Verdi jetzt auch Zusteller zu unbefristeten Arbeitsniederlegungen auf. Der Bezirk Südwestfalen nannte am Mittwoch noch keine genauen Orte und Zeiten, an denen gestreikt werden soll. Nur dass Zusteller auf die Straße gehen und sich am Freitag um 9.30 Uhr im Volkspark Hagen treffen sollen.

In allen 14 Briefverteilzentren der Deutschen Post AG in Nordrhein-Westfalen war am Montag zu unbefristeten Arbeitsniederlegungen aufgerufen worden. Darunter das Zentrum Hagen, von dem aus Sendungen nach Hattingen verteilt werden. In den Tagen darauf will die Gewerkschaft nach und nach auch Beschäftigte aus der Brief- und Paketzustellung zum unbefristeten Arbeitskampf aufrufen und diesen ausdehnen auf Briefträger und Paketboten.

An welchem Ort wann genau, „sagen wir noch nicht“, erklärt Gewerkschaftssekretär Norbert Weidlich. Er ist im Gewerkschafts-Bezirk Südwestfalen zuständig für den Fachbereich Postdienste und Speditionen. Weidlich geht davon aus, dass im Briefzentrum Hagen, von dem aus Hattingen beliefert wird, etwa 50 Prozent liegen bleiben. Zu absoluten Zahlen kann er keine Angaben machen. „Ich denke schon“, beantwortet er die Frage, ob Hattingen noch in dieser Woche vom Streik der Zusteller betroffen sein wird. Dadurch würden nicht nur Sendungen im Verteilzentrum liegen bleiben, sondern auch vor Ort während des Streiks im Stau stecken.

Wer prüfen möchte, ob es zu Verzögerungen kommt, kann das im Internet auf der Seite www.deutschepost.de unter Streikinfos herausfinden, indem er seine Postleitzahl eingibt. Für Hattingen Mitte ergaben sich am Mittwoch „keine Hinweise auf Beeinträchtigungen am Empfangsort, so dass es dort vermutlich nicht zu Verzögerungen bei der Auslieferung Ihrer Sendung kommen wird.“ Bei der Einlieferung sei verzögerte Bearbeitung nicht auszuschließen.