Vandalismus: Treppenhaus muss gesperrt werden

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Unbekannte haben im Reschop Carré Teile der Decke zertrümmert und Kabel heruntergerissen.

Hattingen..  „Da haben sie ganze Arbeit geleistet. Das toppt jetzt wirklich alles“, ärgert sich Jörg Waldrich, Center-Manager des Reschop Carrés. Am Oster-Wochenende hatten Unbekannte das Treppenhaus verwüstet. Als Folge musste es am Montagvormittag von der Polizei gesperrt werden.

Schon am Freitag hing im Treppenhaus zur Fußgängerbrücke ein Bewegungsmelder nur noch am Kabel von der Wand. Am Montag schließlich lagen große Teile der Deckenplatten zertrümmert am Boden. Die Verkabelung des Bewegungsmelders war herausgerissen, Lautsprecher für Alarmdurchsagen zerstört. In den Ecken lagen zerschlagene Flaschen. Damit hat die Zerstörungswut hier eine neue Dimension angenommen. Die genaue Schadenssumme steht noch nicht fest. Waldrich schätzt sie auf vierstellig.

Als Problembereich sind das Treppenhaus und der zugehörige Fahrstuhl dem Center-Management, der Stadt und der Polizei längst bekannt. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren hier regelmäßig. Kameras an der Decke sollen abschrecken.

Dennoch kommt es immer wieder zu Verschmutzungen und Zerstörung. „Der Aufzug wird regelmäßig als öffentliche Toilette genutzt“, ärgert sich Waldrich und berichtet, dass im Treppenhaus sogar schon Silvesterböller abgefeuert wurden. „Das sind immense Schäden zu Lasten der Stadt“, betont er. Eine Lösung sei indes schwer zu finden: „Abschließen geht nicht, denn es ist ja ein öffentliches Treppenhaus. Allerdings wäre es zu bestimmten Uhrzeiten vielleicht eine Option“, überlegt der Center-Manager. „Aber das ist nicht Sinn und Zweck der Sache.“

Wegen der Zerstörung wurde Anzeige erstattet. Die Polizei zeigt sich optimistisch, den oder die Täter fassen zu können. Derzeit werden verschiedene Spuren ausgewertet. Im Carré wurden am Dienstag mögliche Gefahrenquellen beseitigt. Am Mittwoch soll das Treppenhaus wieder nutzbar sein.