Um Hilfe faxen
05.08.2008 | 18:47 Uhr 2008-08-05T18:47:14+0200Notfall-Vordruck der Polizei im Internet soll sprachbehinderten oder gehörlosen Menschen helfen, schneller per Fax Hilfe zu rufen
Bei Einbruch oder Diebstahl zum Hörer greifen und 110 wählen, um die Polizei zu rufen - ganz einfach für Menschen, die sprechen können. Aber was tun Sprachbehinderte oder Gehörlose, wenn sie in Not geraten?
"Ein Fax schicken", sagt Polizei-Sprecher Dietmar Trust. An die 110: Dann landet es bei der Leitstelle in Schwelm. Die steuert den Einsatz. Oder ein Fax an die Hattinger Wache senden: 91 66 6099.
Neu auf den Internet-Seiten der EN-Polizei: ein Notfallfax-Vordruck. Den können Betroffene ausdrucken, im Notfall ausfüllen und faxen. Auf der Vorlage sind unter anderem eine Pistole und Raufende abgebildet. Der Hilferufende kreuzt an, ob er überfallen oder verletzt wurde. Ein Vordruck nach dem Vorbild der Bochumer Polizei. Was im Internet bei der EN-Polizei noch ergänzt wird: An dieser Stelle neben dem Fax-Vordruck sollen bald Nummern zu den Wachen stehen. Die Hattinger: Tel: 91 66 6000. An die können Sprachbehinderte oder Gehörlose auch eine SMS schicken, um Sprachnachrichten zu hinterlassen. "Eine SMS an die 110 geht bei uns jedoch nicht, wegen unserer analogen Telefonanlage", sagt Trust.
Bislang schicke kaum jemand ein Hilfe-Fax oder eine SMS, sagt der Polizei-Sprecher. Trust: "Bleibt die Frage, ob die Menschen das nicht wissen oder ob sie bislang keinen Bedarf hatten." sag Den Notfallfax-Vordruck gibt es unter polizei-nrw.de/ennepe-ruhr-kreis.
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