Überwachung der Bogestra wird überprüft

Das umstrittene Fahrstil-Überwachungssystem „Ribas“ in den Bogestra-Bussen wird erneut vom Landesdatenbeauftragten überprüft. Anlass ist das Urteil des Arbeitsgerichts aus der vergangenen Woche: Es gab einem Busfahrer (59) Recht, der sich gegen die Datenaufzeichnung durch „Ribas“ gewehrt hatte. Seine Daten wurden zwar anonymisiert aufgezeichnet, trotzdem kann die Bogestra sie ihm später über Umwege persönlich zuordnen. Das sei eine unverhältnismäßige „Dauerüberwachung“, so das Gericht. Der Datenschutzbeauftragte hatte erst durch die Medien davon erfahren. Jetzt fordert er die Bogestra zur Stellungnahme auf. Grundsätzlich könnte er „Ribas“ in seiner jetzigen Form verbieten, ändern lassen oder Bußgelder bis zu 300 000 Euro verhängen.

Seit 2013 sind die Busse der Bogestra mit dem elektronischen System ausgestattet. Es soll die Fahrer anhalten, durch eine sanfte Fahrweise Diesel zu sparen – pro Jahr 400 000 Euro. Optische und akustische Signale zeigen dem Fahrer an, wenn er zu stark Gas gibt oder bremst.