Treffpunkt für alle Generationen im Hattinger Hügelland

Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim Scheunenfest der Landjugend Bredenscheid-Stüter feierten am Wochenende wieder alle gemeinsam.

Hattingen..  Im beschaulichen Oberstüter, einem ländlichen Idyll, finden Besucher eigentlich Ruhe und Erholung. An einem Wochenende im Jahr sieht das jedoch ganz anders aus – denn wenn die Landjugend Bredenscheid-Stüter zum Scheunenfest auf dem Hof der Schürmanns lädt, dann kann die Party schon mal bis vier Uhr in den Morgenstunden gehen. Dabei ist die traditionelle Veranstaltung, die in diesem Jahr schon zum elften Mal stattfindet, nicht nur bei den ansässigen Landwirten und Nachbarn beliebt. Auch befreundete Landjugend-Gruppen aus dem weiteren Umkreis bis nach Lüdenscheid reisen dafür an. „Wir rechnen mit circa 500 Besuchern pro Abend“, sagt die erste Vorsitzende, Stefanie Lünenschloss.

Obwohl viele der Besucher gekommen waren, um alte Freunde zu treffen und mit ihnen bei Gesprächen einen gemütlichen Abend zu verbringen, füllte sich auch die Tanzfläche im Laufe der Abendstunden. „Auf dem Scheunenfest ist jedes Jahr eine bombenhafte Stimmung, deshalb ist es für uns ein Höhepunkt und wir kommen gerne immer wieder hierher“, berichten die Freundinnen Kathrin und Nadine aus Sprockhövel, die selbst auf einem Bauernhof groß geworden sind und die Landjugend daher gut kennen. Mittlerweile feiern sie bereits gemeinsam mit ihren Kindern auf dem Scheunenfest.

DJ Walky legte am Freitag vor allem aktuelle Charthits auf und sorgte zum Beispiel mit „Walking On Sunshine“ für sommerliche Gute-Laune-Musik. „Ich finde es viel besser, zu ländlichen Festen zu gehen, als in der Disko zu tanzen und dafür extra in die Stadt zu fahren“, sagte Lisa, die mit ihrer Freundin Saskia aus Velbert gekommen war. Auf Einladung eines Freundes besuchten sie das Scheunenfest zum ersten Mal.

„Jeder soll sich auf dem Scheunenfest wohlfühlen und alle Generationen sind willkommen“, betonte Stefanie Lünenschloss. Seit Herbst laufen die Vorplanungen der Großveranstaltung, an deren Umsetzung etwa 40 ehrenamtliche Helfer beteiligt waren. Da keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Party fuhren, haben die meisten Gäste Fahrgemeinschaften mit dem Auto gebildet. „Ich bin mit einer größeren Gruppe aus Langenberg mit dem Auto gekommen, das wir allerdings immer stehen lassen“, erklärte Sebastian. Schon seit fünf Jahren teilen sich er und seine fünf Freunde ein Taxi, um sicher nach Hause zu kommen.