Tipps gegen den Karnevals-Kater

Wenn zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch auch im Ennepe-Ruhr-Kreis die heiße Phase des närrischen Frohsinns tobt, suchen viele Patienten am Tag nach der großen Sause die nächste Apotheke auf, um etwas gegen den dröhnenden Kopf zu bekommen. „Dabei ist den Menschen natürlich klar, dass man sich den dicken Kopf durch Verzicht auf alkoholische Getränke ersparen könnte“, sagt Claudia Schneppel, Sprecherin der Apotheken im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Da dies in der Praxis für die meisten so realitätsfern sei wie Kinderkarneval ohne Kostüm, gelte es, die Auswirkungen des Katers zumindest ein wenig abzumildern. „Damit der Kater am nächsten Morgen nicht ganz so schlimm wird, sollte man vor der Feier ordentlich essen, beispielsweise eine Bratwurst, Pommes oder Pizza, die sonst nicht gerade auf den täglichen Speiseplan gehören“, empfiehlt Apothekerin Claudia Schneppel. Das Fett verzögert die Aufnahme des Alkohols. Aber auch Kohlenhydrate dürfen nicht fehlen, etwa in Form eines Brötchens, denn durch den Alkohol sinkt der Blutzuckerspiegel. „Außerdem sollte man bei einer Alkoholsorte bleiben und zwischendurch viel Wasser trinken. Das gleicht den alkoholbedingten Flüssigkeitsverlust aus. Vor dem Schlafengehen rate ich dazu, nochmals tief ins alkoholfreie Glas zu schauen“, so Schneppel, und Mineralien wie Calcium und Magnesium in Form von aufgelösten Brausetabletten einzunehmen.

Alkohol wirkt entwässernd, zu viel Flüssigkeit und Mineralstoffe werden ausgeschieden. Der Körper holt sich Wasser auch aus dem Gehirn – Kopfschmerzen entstehen. Außerdem enthalten alkoholische Getränke Begleitstoffe, die in giftige Substanzen abgebaut werden. Am Morgen danach braucht der Körper Salz – in Form von Rollmops, Gurken oder Salzstangen. Viel trinken: Apfelschorle oder Kräutertee. Ein Espresso mit einem Schuss Zitronensaft hilft gegen Kopfschmerzen.