Tipps für die Suche nach fairen Fitness-Konditionen

Viele Fitness-Studio-Betreiber versuchen Fitness-Fans durch lange Mindestlaufzeiten, ungünstige Kündigungsfristen oder automatische Vertragsverlängerungen dauerhaft an sich zu binden. Vertragliche Vereinbarungen über die sportliche Betätigung haben jedoch vielfach rechtlich keinen Bestand, informiert die Verbraucherzentrale.

So versuchen Betreiber etwa oft, ihre Schadenshaftung auszuschließen, wenn Wertgegenstände wegkommen oder ein Unfall an den Geräten passiert. Ein Studio muss nicht für alle Schäden des Kunden aufkommen. „Es darf aber auch nicht die Verantwortung komplett von sich weisen. So muss das Fitness-Center für eigene Fahrlässigkeit geradestehen“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Auch die Forderung nach hohen Gebühren bei Verlust der Mitgliedskarte ist nicht ohne weiteres zulässig. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps für die Suche nach fairen Fitness-Konditionen:

Vertragsabschluss: Wer Mitglied in einem Fitness-Studio werden will, sollte vorher Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und Mitgliedsbeiträge checken. Viele Studios bieten zum Kennenlernen ein kostenloses Probetraining an.

Vertragslaufzeit: Die meisten Verträge werden für eine feste Dauer abgeschlossen. Eine Erstlaufzeit von 24 Monaten ist zulässig. Wird der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert er sich meist automatisch. Weitere sechs Monate sind in Ordnung, eine Verlängerung von mehr als einem Jahr dürfte unzulässig sein.

Kündigung: Freizeitsportler müssen meist bis zum Ende der Vertragslaufzeit zahlen. Wer nach Vertragsschluss dauerhaft erkrankt, kann den Vertrag – mit ärztlichem Attest – außerordentlich beenden.

Getränkeklausel: Freizeitsportlern darf nicht verboten werden, eigene Getränke mitzubringen. Anderes gilt nur, wenn das Studio Getränke zu moderaten Preisen anbietet oder aus Sicherheitsgründen Glasflaschen verbietet.