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Tierheim öffnete Stationen

07.04.2014 | 19:00 Uhr
Tierheim öffnete Stationen
Foto: Ingo Otto

Hattingen.  Hunderte Besucher zum Frühlingsfest- sie erfuhren kuriose Dinge wie den Fall der Katzenbesitzer, die aus Angst vor ihrem eigenen Tier die Polizei alarmierten.

Einen umfangreichen Blick hinter seine Kulissen ermöglichte gestern das Tierheim Bochum-Hattingen beim Frühlingsfest. In Führungen wurde den Besuchern genau gezeigt, wo die Hunde, Katzen und Kleintiere untergebracht und versorgt werden. Sei es im Ärztezimmer, in den Isolierstationen, in der Hundeküche oder der Wäschekammer. Das Interesse war groß. Insgesamt kamen etwa 400 bis 600 Menschen.

In einer Führung von Katzenpflegerin Melanie Dornseiffer erfuhren die Besucher zum Beispiel, dass vor einigen Tagen die Besitzer einer Katze die Polizei gerufen hätten, weil sie Angst vor ihrem eigenen Tier bekommen hätten. Angeblich wurden sie von der Katze attackiert. „Da ist die Polizei aufgelaufen und hat die Katze verhaftet“, sagte die Tierpflegerin in der „Auffangstation“, in der alle Neuankömmlinge durchgecheckt werden. Im Tierheim selbst habe sich die Katze aber bisher nichts zu Schulden kommen lassen. Ihr weiterer Verbleib steht noch in den Sternen. Außerdem erfuhren die Besucher von einer Frau, die ihre entlaufene und später gefundene Katze nur deshalb nicht abholen wollte, weil es eine Rechnung gab. „Was sind die Tiere heute noch dem einen oder anderen wert!?“, fragte Melanie Dornseiffer in die Runde.

Mit den Führungen wollte das Tierheim zeigen, wie die Unterkünfte nach der umfangreichen Sanierung der Dächer geworden sind. Diese war erforderlich gewesen, weil die alten Dächer von drei der vier Hundehäusern und des Büros stark verschimmelt waren. Rund 360 000 Euro hatten diese mehr als ein Jahr dauernden Arbeiten gekostet. Großteils wurde alles durch Spenden und Fördergelder finanziert - und die Tierliebe von Handwerkern, die für wenig oder gar kein Geld mitgeholfen hatten.

Auch konnte die Tierheim-Kasse ein klein wenig aufgebessert werden: alle Einnahmen, die durch einen Flohmarkt, einen Stand mit gebrauchtem Haustier-Zubehör und dem Verkauf von selbst zubereitetem Essen und Trinken generiert werden konnten. „In anderthalb Stunden sind 16 Kilo veganes Curry weggegangen“, freute sich die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Bettina von der Heiden.

Nach der Dachsanierung steht das nächste Spendenprojekt an. Der Kunststoffboden des Teiches im Zentrum des Heims ist kaputt. Eine Gesamterneuerung des Feuchtbiotops, in dem Wasserschildkröten, Goldfische und Wasservögel leben sollen, würde 10 000 bis 13 000 Euro kosten. Durch einen Sponsor, eine Firma aus Bochum, die die Vorarbeiten leistet, können die Kosten nun gesenkt werden. Zusätzlich hat das Tierheim Fördergelder beantragt. Zusammen mit den Einnahmen des Festes soll die komplette Finanzierung stehen.

Bernd Kiesewetter

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2014-04-07 19:00
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