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Weihnachtsbäckerei

Tannenbäume mit Hagelzucker

19.12.2010 | 15:58 Uhr
Tannenbäume mit Hagelzucker
Michelle (10), Nico (4) und Saskia (10) backen Kekse. Bei der Weihnachtsbäckerei wurde auch genascht.

Rosinen, Nüsse oder Puderzucker: An bunten Tischen und auf kleinen Stühlen sitzen elf Kinder und Erwachsene in der Weihnachtsbäckerei. Und haben die Qual der Wahl beim Gestalten und den Zutaten. Im Hintergrund läuft „Jingle Bells“.

Die zehnjährige Michelle rollt den Teig glatt und sticht mit Förmchen Tannenbäume und Sternschnuppen aus. „Am liebsten mag ich Kekse mit Hagelzucker und bunten Streuseln“, sagt sie. Mit beiden Händen knetet sie den Teig. „Selbst gebackene Plätzchen schmecken am besten.“ Gerne teilt sie die Kekse auch mit ihrer Familie. „Ich gebe Oma und Opa welche zum Probieren“, sagt sie.

Auch im letzten Jahr hat sie in der Weihnachtsbäckerei im Rathaus schon Plätzchen gebacken. Zusammen mit ihrer Freundin bestreut sie die ausgestochenen Herzen mit Mandeln und legt sie zu den anderen aufs Backpapier. Während sie die Tannenbäume aus Teig backt, denkt sie an den echten Weihnachtsbaum, der bald im Wohnzimmer steht. „Wir schmücken ihn mit goldenen Kugeln, Engelchen und Lametta“, sagt Michelle.

Am Nebentisch hilft Katharina Schamber (22) ihren beiden Neffen beim Kneten. „Es ist eine schöne Angelegenheit“, sagt sie lächelnd. Neffe Daniel (9) backt diesen Winter bereits zum zweiten Mal. In der Schule hat er mit seiner Klasse auch schon Kekse gebacken. „Die essen wir aber erst nächste Woche. Dann kommen unsere Eltern uns in der Schule besuchen“, sagt er. Die Plätzchen, die er heute backt, darf er in Ruhe zu Hause naschen.

Sein Bruder Leonard (4) rollt ebenfalls eifrig den Teig. „Ich mache einen dicken, fetten Schneemann“, ruft er und formt mit den Händen drei Kugeln, die er übereinander türmt. Celina Förster (20) betreut die Kinder. Sie rät ihm: „Aber nicht zu große Kugeln machen, sonst werden sie nicht gar.“ Auch Betreuerin Jil Löbbecke (16) macht das Plätzchenbacken Spaß. „Es ist schön den glücklichen Kindern dabei zuzusehen“, findet sie, „und super, dass hier auch Kinder backen können, deren Eltern wenig Zeit haben oder die nicht die finanziellen Mittel dafür haben.“ Außerdem: „Plätzchen backen gehört einfach zu Weihnachten.“

Sie legt den Schneemann von Leonard aufs Blech. Dieser sieht zu, wie sie den Schneemann in den Ofen schiebt. Nach zehn Minuten: Hellbraun, heiß und lecker duftend landet er auf dem Teller. Doch Leonard ist noch längst nicht fertig. „Darf ich noch mehr Teig haben?“, fragt er und ergattert einen neuen Teigbatzen – weiter geht’s! Einige Kekse genießen die Kinder sofort, der Rest kommt in Tütchen gefüllt mit nach Hause.

Lene Lemmer

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