Tafel für den Heidenstein enthüllt

Viele Interessenten begleiteten die Einweihungsfeier für den Heidenstein und die Enthüllung der neuen Geschichtstafel.Foto:Walter Fischer
Viele Interessenten begleiteten die Einweihungsfeier für den Heidenstein und die Enthüllung der neuen Geschichtstafel.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
120 Bürger aus Niederbonsfeld und anderen Stadtteilen verfolgten Einweihung mit Jagdhornbläsern. Aktionsgemeinschaft kümmert sich weiter um den Brocken

Hattingen..  Er ist ein schwerer Brocken, der seit 18 000 Jahren zwischen der Winzermark und Niederwenigern liegt: der Heidenstein, ein Granitblock von 4000 bis 5000 Tonnen, dem der Heimatdichter Heinrich Kämpchen ein Gedicht schrieb. Am Wochenende sorgte Hattingen dafür, dass der Koloss leichter zu finden ist.

Stein und Bachbett gesäubert

Etwa 120 Bürger aus Niederbonsfeld und anderen Stadtteilen fanden sich am Samstag um 11 Uhr an der Wasserstraße ein, um an der Einweihung der Geschichtstafel zum Heidenstein durch Bürgermeisterin Dagmar Goch teilzunehmen.

Mit Musikeinlagen des Jagdhorn-Bläserkorps im Hegering Hattingen – der sich unmittelbar am Heidenstein im Bachbett des Heiligen Spring positioniert hatte – wurden sie stimmungsvoll begrüßt. Die Bürgermeisterin begrüßte die Teilnehmer der Einweihung und dankte der Aktionsgemeinschaft Winzermark, die die Idee hatte, nach Hattingen-Mitte, Niederwenigern, Winz-Baak und Welper jetzt auch im Ortsteil Niederbonsfeld eine Geschichtstafel im Rahmen der Themenfelder „Hattingen historisch“ aufzustellen. Die Aktionsgemeinschaft setzte sie am Wochenende in die Tat um und erinnert zudem an den Heimatdichter Heinrich Kämpchen.

Bürgermeisterin und Gerd Walther als Sprecher der Aktinonsgemeinschaft Winzermark enthüllten die Geschichtstafel. Walther freute sich über das große Interesse, dankte den Freunden und Förderern der AGW, die das Vorhaben mit Spenden unterstützt hatten, und bat die Stadt um finanzielle Hilfe bei der Aufstellung der noch fehlenden Hinweisschilder von der Ruhr zum Heidenstein.

Denkmalpfleger Jürgen Uphues und Sagen-Experte Dirk Sondermann erzählten, was sie von dem sagenumwobenen Heidenstein wissen. Laut einem Artikel in der Hattinger Zeitung vom August 1938 sollen heidnische Waldgeister des Nachts um den Stein getanzt sein. Das ist jedoch Spekulation.

Nicht mehr spekulieren müssen Wanderer, wo sich der Brocken denn nun befindet. Sie brauchen auch nicht mehr bei Anwohnern der Wasserstraße zu schellen, um Informationen zu bekommen. Die neue Tafel liefert sie. Von ihr aus können Besucher auf den Stein hinabblicken. Die Tafel steht etwas abseits der Straße, so dass Wanderer die Informationen in Ruhe aufnehmen können und nicht von der Straße springen müssen, falls ein Auto kommt.

Die Aktionsgemeinschaft hat nicht nur den Stein gesäubert, sondern auch das Bachbett. Sie will sich auch künftig darum kümmern, dass der ehemals versteckte Stein gut sichtbar ist.