Studieren und beruflich arbeiten

Kira Putzmann mit Rosemarie Tiburski, Kontaktstelle für psychisch Kranke, und Caritasdirektor Dominik Spanke.Foto:Caritas
Kira Putzmann mit Rosemarie Tiburski, Kontaktstelle für psychisch Kranke, und Caritasdirektor Dominik Spanke.Foto:Caritas
Was wir bereits wissen
Kira Putzmann verbindet ab September beides. Die halbe Woche lernt die 20-Jährige Soziale Arbeit theoretisch kennen, der Rest ist Praxis bei der Caritas.

Hattingen..  Studium und Beruf in einem – das Duale Studium macht’s möglich. Kira Putzmann nimmt es im September in Angriff – gemeinsam mit der Caritas Ennepe-Ruhr.

Die hat eine entsprechende Rahmenvereinbarung dafür mit der Fachhochschule Dortmund abgeschlossen. Caritasdirektor Dominik Spanke wertet das als wichtigen Schritt: „Die Qualität unserer Arbeit wird bestimmt durch die Qualität unserer Mitarbeiter.“

Studium dauert vier statt drei Jahre

Das Duale Studium dauert vier Jahre – ein Jahr länger als ein herkömmliches Studium. Dafür erwerben die Studierenden umfangreiche Praxiserfahrungen, lernen Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Das Duale Studium, so die Caritas, schließt die Lücke, die sich durch den Wegfall des Berufsanerkennungsjahres in vielen Studiengängen aufgetan hatte.

Kira Putzmann ist keine Unbekannte für die Caritas. Die 20-Jährige hat dort einen Bundesfreiwilligendienst geleistet. „Eigentlich wollte ich nur die Zeit bis zum Studium sinnvoll nutzen“, sagt sie. „Nun bin ich froh, neben der Uni auch weiter arbeiten und Geld verdienen zu können.“ Ab September sammelt sie montags bis mittwochs Berufserfahrung in Hattingen. Ab Mittwochnachmittag geht’s zum Studium nach Dortmund.

Beide Seiten profitieren

Rosemarie Tiburski, Leiterin der Kontaktstelle für psychisch Kranke, freut sich über die Verstärkung im Team. „Wir haben Kira Putzmann im Bundesfreiwilligendienst kennengelernt“, erklärt sie. „Im Studium kann sie bei uns aus der Praxis lernen und wir bekommen neue Ideen aus der Hochschule. So profitieren beide Seiten vom Dualen Studium“, freut sie sich. Die 20-Jährige studiert an der Fachhochschule Dortmund Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Armut und (Flüchtlings-)Migration. In Hattingen soll sie zwar die Kontaktstelle für psychisch Kranke kennenlernen, aber auch die ganze Bandbreite der sozialen Arbeit, die die Caritas vor Ort zu bieten hat. Sie hat bereits die Schwangeren- und die Suchtberatung sowie andere Stellen erlebt.

Der Bundesfreiwilligendienst kann auf maximal 18 Monate verlängert werden. Kira Putzmann hängte an das Jahr ein weiteres halbes dran. Um die Zeit bis zum Studium zu überbrücken, hat sie einen 450-Euro-Vertrag bei der Caritas.

Weitere Stellen für ein Duales Studium sind dort derzeit nicht geplant. Ab August oder September sind jedoch noch zwei Stellen für Bundesfreiwilligendienst oder FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr ) frei. Interessenten erhalten Informationen unter 02324/56699010.