Steuererklärung bringt Arbeitnehmern meist bares Geld

Zu Beginn des Jahres versenden die Arbeitgeber die Lohnsteuerbescheinigungen für das abgelaufene Jahr an ihre Arbeitnehmer. Das ist eine gute Gelegenheit zu prüfen, ob die Abgabe einer Steuererklärung zu einer Steuererstattung führt. Denn den meisten Arbeitnehmern bringt die Steuererklärung bares Geld. Michael Düber, Leiter des Finanzamts Hattingen, rät allen, kein Geld zu verschenken.

Neben dem ungeliebten Papierkram bietet die Finanzverwaltung auch die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu erledigen: Dazu wird sie am Computer erstellt und mit Hilfe von „Elster“ elektronisch ans Finanzamt übermittelt. Wer sich bei der Steuerverwaltung registriert, erhält einen bequemen und papierlosen Zugang zu seinem Finanzamt. Die ausgefüllte Steuererklärung wird authentifiziert und auf elektronischem Weg – ohne Ausdruck und Unterschrift – direkt an das Finanzamt gesendet. „Wer bereits im Vorjahr eine Steuersoftware verwendet hat, kann in der Regel auf die gespeicherten Daten zurückgreifen und diese individuell übernehmen. Außerdem bietet eine elektronisch übersandte Steuererklärung die Möglichkeit, den Steuerbescheid zusätzlich auch elektronisch zu erhalten“, so Düber.

Seit letztem Jahr steht zudem der Belegabruf, auch vorausgefüllte Steuererklärung genannt, als kostenloses Serviceangebot der Steuerverwaltung zur Verfügung. Um die Erstellung der Einkommensteuererklärung zu erleichtern, können über „Elster“ einige der bei der Finanzverwaltung gespeicherten Daten eingesehen und abgerufen werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um Daten, die durch Dritte (Arbeitgeber, Versicherungen) an die Finanzverwaltung übermittelt werden. „Die vorausgefüllte Steuererklärung hat den Vorteil, dass dem Finanzamt bereits vorliegende Daten nicht mehr eingegeben, sondern nur noch überprüft und gegebenenfalls ergänzt werden müssen“, erläutert Düber.