Sterbehilfe ist das Thema des ersten Kamingesprächs 2015

Gehört der eigene Tod uns selbst, haben wir ein Anrecht auf Sterbehilfe? Mit einem ebenso bewegenden wie strittigen Thema startet das Netzwerk „Med in Hattingen“ ins neue Jahr. Am Mittwoch, 28. Januar, geht es ab 19 Uhr beim Kamingespräch im Alten Rathaus um Sterbehilfe.

Ungewöhnlich emotional und kontrovers ist vor wenigen Wochen im Deutschen Bundestag die Debatte darüber verlaufen. Gerade hat der Deutsche Ethikrat entschieden, dass die Mitwirkung des Mediziners bei der Selbsttötung keine ärztliche Aufgabe ist. Die Ärzteschaft ist in dieser Frage geteilt. 42 Prozent lehnen ihre Mithilfe im Rahmen der Sterbehilfe ab. Ein ähnlich großer Anteil wäre unter bestimmten Voraussetzungen dazu bereit.

Was ist zu verstehen unter aktiver Sterbehilfe im Unterschied zur passiven? Wann und unter welchen Umständen kann Sterbehilfe akzeptiert werden? Wie sieht die Rechtslage aus? Wer macht sich strafbar? Wie gehen Ärzte in Hattingen mit dieser Frage um? Diesen und weiteren Fragen werden die Teilnehmenden des Kamingesprächs nachgehen. Moderiert von Pfarrer Udo Polenske, informieren und diskutieren Beate Achtelik vom Ambulanten Hospizdienst, der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst, Allgemeinmediziner Prof. Herbert Rusche und der Pfarrer der Gemeinde St. Peter und Paul Winfried Langendonk.