Stargast Ron Williams ist in Hattingen zu Tränen gerührt

Foto: Fischer
Die Music Factory führte zu ihrem fünfjährigen Bestehen die Lebensgeschichte ihres Ehrenmitglieds Ron Williams als Musical auf. Und der Star war dabei.

Hattingen..  Stargast bei der Music Factory: Ron Williams verfolgte im Schulzentrum die Premiere des Musicals über sein Lebenswerk. Der amerikanische Schauspieler, Synchronsprecher und Sänger hat in seiner Karriere viele Rollen wie Martin Luther King oder Nelson Mandela gespielt, die ihn besonders hinsichtlich der Werte Toleranz und Gerechtigkeit geprägt haben. Bei dem Chor „Music Factory Hattingen“ ist er Ehrenmitglied.

Ron Williams übernahm die musikalische Patenschaft für die Kinder und Jugendlichen der Music Factory. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Chores ehrte dieser nun seinen berühmten Mentor. In der Aula des Schulzentrums Holthausen feierte das selbst geschriebene Musical „Die Ron Williams Story“ vor rund 400 Zuschauern Premiere. „Wir wollten ihm damit einfach zeigen, wie dankbar wir ihm für seine Unterstützung sind“, sagte Gabriele Petersen, Vorsitzende der Music Factory Hattingen.

Für Ron Williams war dies eine große Überraschung, da er vor dem Besuch der Premiere nichts davon ahnte, dass sich die Geschichte um ihn dreht. Acht Monate hat der Chor das Musical geprobt, bei dem über 40 Akteure mitwirken. Eine weitere Premiere des Abends war außerdem die Aufführung des ersten eigenen Liedes des Chores „We Had A Dream“, komponiert von Chorleiter Gerd Siebert.

Zur Geschichte: Der Radiosender AFN Stuttgart, wo die Karriere von Ron Williams begann, lädt ihn zu seinem 50-jährigen Bestehen ein. Im Interview erinnert sich der Amerikaner an verschiedene Stationen seiner Karriere und erzählt von seinen größten Rollen: wie die des Martin Luther King als Sänger in dem Musical „The King of Love“ (2007) oder als Schauspieler die Rolle des Nelson Mandela. Die Lieder auf Deutsch und Englisch beinhalteten sogar einige Rap-Einlagen. Viele Solo-Nummern wurden gesanglich im Refrain durch den Chor unterstützt.

Ron Williams war von dem Musical über seine Lebensgeschichte begeistert – es gab viel Applaus und stehende Ovationen von dem Amerikaner. „Ich war wirklich zu Tränen gerührt und finde es sehr schön, dass ein Musical für mich geschrieben wurde und ich zur Abwechslung mal nicht selbst auf der Bühne stehe“, so der Künstler, der für den Besuch in Hattingen extra aus München anreiste. Er ist vor allem davon beeindruckt, mit welcher Ernsthaftigkeit und Deutlichkeit sich die Kinder und Jugendlichen dem auch heute noch aktuellen Thema des Rassismus mit ihrer Musical-Darstellung entgegenstellen. „Die Musik wird hier als Werkzeug verwendet, die gesellschaftlich wichtigen Werte zu vermitteln“, so Ron Williams.