Stadt legt Parkkonzept für Essener Straße vor

Problematisch: die Verkehrssituation auf der Essener Straße, hier zwischen Eichholz- und Kohlenstraße.
Problematisch: die Verkehrssituation auf der Essener Straße, hier zwischen Eichholz- und Kohlenstraße.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Beidseitig auf der Fahrbahn abgestellte Autos machen Niederwenigerns Hauptverkehrsachse zur Slalomstrecke. Ein Maßnahmenpaket für den ruhenden Verkehr soll Abhilfe schaffen – probeweise.

Hattingen..  Beidseitig auf der Fahrbahn parkende Fahrzeuge verwandeln die Essener Straße in Niederwenigern für Autofahrer schon seit geraumer Zeit in eine Slalomstrecke, immer wieder klagen Bürger über die problematische Situation vor Ort. Nun soll ein Konzept für den ruhenden Verkehr den Verkehrsfluss auf der Essener Straße verbessern.

Er sei froh, dass die Verwaltung endlich ein Maßnahmenpaket vorlegt, um die Verkehrsprobleme auf einer der Hauptverkehrsachsen in Niederwenigern zu lösen, sagt Ortsbürgermeister Heinz-Theo Haske. Und er betont: Das Konzept, über das der Bau-, Umwelt- und Verkehrs-Aussschuss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 28. April, berät, sei es wert, auf seine Wirkung hin erprobt zu werden.

Zwei verschiedene Varianten sollen für den ruhenden Verkehr im Bereich der oberen Essener Straße künftig gelten; so sieht es der Vorschlag der Verwaltung vor, der in weiten Teilen auf den Ergebnissen der Diplomarbeit des Wennischen Martin Busse im Bereich Verkehrsplanung an der Universität Bochum basiert: Auf dem Abschnitt der Essener Straße zwischen den Einmündungen Eichholzstraße und Im Tal soll es in eigens ausgewiesenen Bereichen zwischen den Bäumen erlaubt sein, sein Auto halb auf dem Gehweg zu parken. Die dann noch verbleibende Fahrbahnbreite von fünf Metern reiche für Begegnungsverkehr in langsamer Fahrweise aus, sagt Rolf Arnscheidt von der Abteilung Stadtverkehr. Im weiteren Verlauf der Essener Straße bis zur Stadtgrenze Essen-Kupferdreh, wo es keinen Baumbewuchs an der Straße mehr gibt, sollen derweil auf der Fahrbahn selbst Parkflächen eingerichtet werden, darunter im Bereich von Hausnummer 138 allein zehn Schrägparkplätze. Die einzelnen Parkblöcke zwischen der Einmündung Im Tal und Essen-Kupferdreh sollen zudem allesamt so angeordnet werden, dass Autofahrer dem Gegenverkehr gut ausweichen können. Denn Begegnungsverkehr in diesem Bereich der dann nur noch auf etwa vier Metern Breite befahrbaren Asphaltdecke sei nicht möglich, sagt Arnscheidt. Genau dies allerdings ist gewollt – damit Autofahrer auch künftig nicht schneller als bislang über die Essener Straße fahren können. Zurzeit gilt dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h.

Die Stadt wolle versuchen, mit diesem Konzept, das insgesamt 60 Stellplätze ausweist, die Verkehrssituation auf der Essener Straße zu entschärfen, sagt Rolf Arnscheidt. Und: Vorausgesetzt, die Politiker stimmen dem Verwaltungsvorschlag zu, könnten die rund 2500 Euro teuren Maßnahmen voraussichtlich ab Anfang Juni greifen – zunächst probeweise. In der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses am 25. August soll dann ein Erfahrungsbericht vorgelegt werden – und eine Beschlussempfehlung fürs weitere Vorgehen.