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Coca-Cola-Gelände

Stadt dringt jetzt aufs Abräumen

17.09.2012 | 17:57 Uhr
Stadt dringt jetzt aufs Abräumen
Das alte Coca-Cola-Gelände ist seit Jahren ein Ärgernis.Foto: Gero Helm

Hattingen.   Schlimmer Anblick: Der Bauschutt auf dem ehemaligen Coca-Cola-Gelände an der Blankensteiner Straße ärgert Anwohner und Vorbeifahrende seit Jahren. Jetzt soll sich dort was tun.

Ende 2007 wurden große Teile von Verwaltungsgebäude und Lagerhalle des ehemaligen Coca-Cola-Standorts an der Blankensteiner Straße abgerissen. Nur: Der Bauschutt blieb liegen. Im Januar 2011 sah man dann noch einmal einen Bagger, der ein paar Wände einriss. Aber: Der Bauschutt blieb liegen.

Nicht nur die Blankensteiner und die über den Ortsteil anreisenden Altstadt-Besucher ärgern sich über den abschreckenden Anblick der alten Industriebrache. Auch die Stadtverwaltung ist sauer. Und hat die Eigentümer des 6235 Quadratmeter großen Areals jetzt einbestellt, um Unmut und Unverständnis der Stadtspitze zu verdeutlichen.

Konzept oder Zusicherung

„Vor zwei Jahren haben die neuen Eigentümer das Objekt zwangsersteigert und den Bau von Einfamilienhäusern angekündigt. Getan hat sich nichts“, erläutert Gerhard Rohde, Chef der Bauverwaltung. Und: „Wir wollen jetzt ein Konzept sehen, zumindest aber die Zusicherung, dass so schnell wie möglich abgeräumt wird.“

Die leidige Vorgeschichte: In den 1960er Jahren hatte ein Coca-Cola-Konzessionär die Fläche bebaut. Bis in die 80er Jahre hinein wurde das Getränk dort abgefüllt. Es folgten Groß- und Einzelhandel, zuletzt der Gemüsehändler Ramazan Toy. Zwangsverwaltung lähmte die weitere Entwicklung. Groß war also die Freude, als im September 2010 zwei Geschäftsführer einer Herner Baufirma das Areal für 45 500 Euro ersteigerten.

Verkehrswert deutlich gesenkt

Wobei der Verkehrswert bei 283 000 Euro lag, wegen der gutachterlich festgestellten Schadstoffbelastung im Boden aber deutlich gesenkt wurde. Als Verursacher gelten ein Schrottplatz und die Henrichshütte.

Nun also sollte alles besser werden. Wurde es aber nicht. Denn die Bauherren aus Herne ließen den Abbruchbagger Anfang 2011 nur einmal kurz übers Gelände kreisen. Dann war wieder Ruhe. Und: Der Bauschutt blieb liegen.

„Ich hoffe sehr, dass unsere Mahnung jetzt endlich gehört wird“, sagt Gerhard Rohde. Auch wenn’s dann wieder kompliziert wird. Die Investoren, so ist zu hören, wünschen nun plötzlich eine mehrgeschossige Bebauung.

Ulrich Laibacher

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Kommentare
18.09.2012
12:32
Stadt dringt jetzt aufs Abräumen
von zauberlehrer | #1

Schön das dieser Schandfleck endlich beseitigt werden soll . In der Hoffnung für spätere Mieter / Eigentümer das der Boden auch richtig entseucht wird . Jeder etwas älter weiß das dieses mal ein Abfallplatz , Müllkippe ,Deponie der damaligen Henrichshütte war . Schadstoffe wurden zur damaligen Zeit nicht so ernst genommen . Aus den Augen aus dem Sinn !

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