Sprockhöveler Bach soll fischfreundlicher werden

Der Sprockhöveler Bach ist vor seiner Mündung ein Betonkanal.
Der Sprockhöveler Bach ist vor seiner Mündung ein Betonkanal.
Foto: Fischer
Heinz-Theo Weghaus kritisiert Betonbefestigung. Bezirksregierung plant Maßnahmen.

Hattingen.. Nie zuvor haben sich die Hattinger so intensiv mit einer EU-Richtlinie auseinandergesetzt wie in den vergangenen Monaten. Die Wasserrahmenrichtlinie soll umgesetzt und im Zuge dessen der Ruhrbogen verändert werden. Einen zusätzlichen Vorschlag macht nun der Elfringhauser Ortsbürgermeister Heinz-Theo Weghaus: „Ich schlage vor, erforderliche Umbaumaßnahmen am Sprockhöveler Bach mit in die Planungen für die Ruhr einzubeziehen.“

Tatsächlich sieht die Wasserrahmenrichtlinie vor, die Wasserqualität und Durchwanderbarkeit von Gewässern zu verbessern. Hier sieht Weghaus am Sprockhöveler Bach auf Hattinger Gebiet kurz vor der Mündung in die Ruhr erheblichen Nachholbedarf: „Der weitgehend natürliche Bachlauf ist auf den letzten 200 bis 300 Metern vor der Ruhr einbetoniert. Die Betonschalen, durch die der Bach fließt, kenn man im Ruhrgebiet nur noch als offene Abwasserkanäle, im Volksmund als Köttelbecke bezeichnet.“ Die Fließgeschwindigkeit in der Rinne sei zu hoch, als das Fische den Bach hinaufwandern könnten, den Wasserabsturz in die Ruhr könnten sie nicht überwinden, fürchtet Weghaus.

Auch die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf hat den Handlungsbedarf am Sprockhöveler Bach erkannt. Denn die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie schließt auch die Nebengewässer der großen Flüsse ein.

So wurde für den Sprockhöveler Bach eine Vielzahl von Maßnahmen vorgeschlagen. Um Die Durchgängigkeit zu verbessern, sind der Umbau verschiedener Abstürze und der Rückbau von Rampen zum Teil noch in diesem Jahr, sonst in den kommenden Jahren vorgesehen. Dazu kommt auf einer Länge von 300 Metern beidseitig der „Rückbau von Uferbefestigungen zur Entwicklung naturnaher Sohl- und Uferstrukturen“ bis zum Jahr 2027.