Spaß und Infos im Müttercafé

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Was wir bereits wissen
Die Caritas unterhält den Treff an der Bahnhofstraße seit einem Jahr und knüpft das Netz früher Hilfen noch enger. Vor allem beim ersten Kind gibt’s viele Fragen.

Hattingen..  Neue Besucher beäugt Emily, 15 Monate alt, erst einmal ganz genau. Später lässt sie sich dann auch mal ein Lächeln entlocken. Die Kleine spielt nicht nur mit ihrer eigenen Mutter an der Bahnhofstraße, sondern auch mit anderen Kindern ab acht Monaten und deren Müttern. Die Krabbelkinder amüsieren sich nicht in einer Spielgruppe. Sie vergnügen sich mit Eltern im Müttercafé der Caritas.

Das existiert seit einem Jahr. Ann-Kathrin Janich besucht es mit ihrer Tochter Emily von Anfang an – wie viele andere Mütter auch. Die 25-Jährige wurde schon während der Schwangerschaft von der Caritas begleitet. Nicht nur sie findet es toll, dass die Mütter sich einmal die Woche austauschen können, während die Kinder zusammen spielen. Denn vor allem beim ersten Kind gibt es viele Fragen. Die beantwortet Yvonne Hahn, die das Müttercafé einmal die Woche leitet. Sie kennt die Sorgen und Nöte aus eigener Anschauung und ist den Mütter zeitlich etwas voraus – was das Alter ihres Sohnes angeht, der zwei Jahre ist. Manche Frauen kennen das Caritas-Haus von der Schwangerenberatung, die beispielsweise bei Problemen mit Ämtern hilft oder eine Erstausstattung für den Nachwuchs besorgt. Melanie Becker-Ostendorf und Sabine Niespor freuen sich, dass das Netz früher Hilfen mit dem Müttercafé noch enger geknüpft wurde.

Adriana de Sausa und ihre Familie hat die wirtschaftliche Lage vor einem Jahr von Portugal nach Hattingen geführt. Ihr Mann hat bei einer Firma in Wuppertal Arbeit gefunden. Ihr Fragenberg war noch größer als der anderer Teilnehmerinnen. So sind in ihrer Heimat Hebammen nicht üblich. Davon hat die junge Mutter, deren Tochter Juliana acht Monate alt ist, erst vor Ort gehört. Und über die Hebamme und andere Frauen von der Caritas erfahren.

In der Regel kommen sechs Frauen, die ganze Gruppe ist knapp doppelt so groß. Sabrina Hadam hat vor der Geburt ihrer Tochter, der acht Monate alten Leonie Fabienne, ihre Ausbildung als Kauffrau abgeschlossen. Auch wenn die 21-Jährige von ihrem Freund, der Mutter und ihrem Bruder, der selbst ein Kind hat, unterstützt wird, findet sie den wöchentlichen Austausch an der Bahnhofstraße gut.

Haike Richert (36) hat zwar mehr Erfahrung mit Kindern. Sofia, sechs Monate, ist ihr drittes. Da „jedes anders ist“, kommt sie gern hierhin, wo alle sich auch gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Noch verständigt sich Tigisti Kalayou (21) aus Eritrea, die mit Metasebiya (acht Monate) ins Müttercafé kommt, auf Englisch. Sie möchte aber Deutsch lernen.