Songperlen begeistern das Hattinger Publikum

Anne Haigis und Ina Boo spielten im Alten Rathaus in Hattingen das Beste aus 30 Jahren unter dem Titel "Songperlen".
Anne Haigis und Ina Boo spielten im Alten Rathaus in Hattingen das Beste aus 30 Jahren unter dem Titel "Songperlen".
Foto: Duhme
Was wir bereits wissen
Anne Haigis überzeugt ihre Hattinger Fangemeinde im ausverkauften Alten Rathaus.

Hattingen..  „Songperlen“ nennt Anne Haigis ihr aktuelles Programm, in dem sie Stücke aus ihrer 30-jährigen Karriere zusammenstellt. Am Freitagabend war die temperamentvolle Sängerin mit der Löwenmähne zusammen mit Gitarristin, Pianistin und Sängerin Ina Boo im ausverkauften Alten Rathaus zu Gast.

Anne Haigis hat in Hattingen eine Fangemeinde, die die Ausnahmekünstlerin mit der sonoren Stimme, die sowohl zart-fragile Geschichten zutiefst anrührend singt als auch rockig aufbegehrende Songs mit packender Ausdruckskraft gestaltet, enthusiastisch feiert. In der intimen Atmosphäre des Alten Rathauses spannt das sich kongenial ergänzende Duo einen fesselnden Bogen von amerikanischem Folk, Rock und Blues bis zu deutschsprachigen Balladen.

Nach dem Titel „We danced“ klingen in „Raise the Dead“ neben jazzigen Tönen auch Stilelemente des Acoustic Rock an; bluesig wird Anne Haigis’ volltönende Stimme in der Countryballade „Can’t let go“, in der sich in ihrem wandlungsfähigen, expressiven Vortrag im Wechselspiel zwischen rauen Klängen und subtilen Zwischentönen leidenschaftliche Gefühle Bahn brechen: Der Trennungsschmerz, den Anne Haigis sich hier von der Seele singt, geht unter die Haut. Die Grenzen in unseren Köpfen, die uns am souveränen Umgang mit Dingen hindern, sind ihr Thema im Song „No man’s land“ von Tony Carey und Eric Burdon. Zutiefst mitreißend ist ihre Interpretation von Tom Waits’ Ballade „Waltzing Matilda“, einer Geschichte aus dem Vietnamkrieg, die in Anne Haigis’ sehnsuchtsvoller, doch überschatteter Stimme ein dynamisches Eigenleben gewinnt.

Zu den Höhepunkten des Konzertes gehören auch deutschsprachige Titel. Soulig gestaltet Anne Haigis den malerischen Song „Kind der Sterne“, voller Schwung und Temperament singt und spielt sie „Immer wieder du“, so dass eine Saite ihrer zwölfsaitigen Gitarre reißt.

Nach vielen Beifallrufen und stehenden Ovationen endete ein faszinierendes Konzert mit den Zugaben „Ich bau dir ein Schloss“, „Thing called love“ und „Meet me in the Dark“.