So viele Jecken wie lange nicht mehr in Holthausen

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Was wir bereits wissen
20 000 Besucher, sieben Motivwagen und neun Fußgruppen beim Rosenmontagszug in Holthausen. Aktivenkreis suchte bis zuletzt nach Helfern.

Hattingen..  „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten.“ Was Thomas Behling vom Aktivenkreis beim Holthauser Rosenmontagszug ins Mikrofon rief, unterstützten etwa 20 000 Besucher mit ihrem Jubel. Nachdem der Karnevalszug in Braunschweig abgesagt worden war, zog der Lindwurm am Montag planmäßig und friedlich durch Holthausen.

Pünktlich um 15.11 Uhr startete der 38. Rosenmontagszug. „Es ist sehr voll da oben“, kommentierte Behling über die Kurve an der Straße Am Röhr. Und auch an der Kurve vor dem Hotel An de Krüpe, von dessen Balkon er moderierte, war die Straße gut gefüllt. „Ihr seht so toll aus“, freute er sich.

Als der Zug gegen 16.20 Uhr die Krüpe-Kurve ansteuerte, bat der Moderator die Ordner an ihre Positionen. Denn bis zuletzt hatte der Aktivenkreis nach Freiwilligen gesucht, die mithelfen. Ganz haben sie die geforderte Zahl von 30 Ordnern nicht gereicht. Das Notkonzept: Einige Ordner wechselten ihren Einsatzort mit dem Verlauf des Zuges. Unterstützt wurden sie von einer Sicherheitsfirma und immer wieder mahnenden Worten aus den Lautsprechern am Streckenverlauf: „Passt auf Euch und Eure Kinder auf“.

Der Zug war in diesem Jahr etwas kleiner ausgefallen als in den Vorjahren. Zu sieben großen Motivwagen kamen neun Fußgruppen. Den Anfang machte dabei – wie seit Beginn der Rosenmontagszug-Zeitrechnung – Karenvals-Urgestein Ingrid Scheller, die mit Clown Zimbo dem Polizeiwagen an der Spitze des Zuges folgte.

Die sieben großen Wagen stellten die Överholthuser mit ihrem Beitrag in Bauernhof-Optik. Außerdem schipperte die MS Hattingen der SPD vorbei. Die Dragon Hunters fuhren als „Lumpensammler“ und hatten ihren Wagen mit allerlei Kleidung dekoriert. Bei der Awo Bredenscheid-Stüter hatten sich die Tanzmäuse als Musketiere verkleidet. Die Ruhrölften gingen in „Schacht Ölf“ unter Tage bevor es vom Kinderprinzenwagen mit Alexa I., Janis I. und Holti und dann vom Stadtprinzenwagen mit Svenja I. und Manuel I. Kamelle regnete.

Polizei und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) meldeten einen friedlichen Zug mit ausgelassener Stimmung. Einige Alkoholisierte wurden beim DRK behandelt, davon ein Minderjähriger. Die Polizei traf auf wenige alkoholisierte Jugend­liche. Allerdings kam es am Rande des Zuges zu einer Körperverletzung.