Smartphone-Wissen für Einsteiger

Die Grundlagen zum Umgang mit internetfähigen
Die Grundlagen zum Umgang mit internetfähigen
Foto: dpa dpa
Was wir bereits wissen
Der Hattinger Stefan Heinz (24) gibt an der VHS Kurse zum Umgang mit internetfähigen Handys. Hier einige seiner wichtigsten Tipps.

Hattingen..  Beim Erstkontakt mit dem neuen Smartphone sind viele Menschen erst einmal überfordert. Gerade für Senioren ist diese Technologie oft Neuland, weiß Stefan Heinz (24). Regelmäßig schult der Hattinger in VHS-Kursen Interessierte im Umgang mit ihrem (Android)-Smartphone, so auch am Wochenende wieder, als er zehn Teilnehmern 55+ Wissenswertes rund ums Thema vermittelte. Hier einige seiner wichtigsten Tipps:

Welches Smartphone?

„Ein großes Display und eine gute Klangqualität erleichtern gerade älteren Menschen die Smartphone-Nutzung“, betont Stefan Heinz. Er persönlich präferiert für Einsteiger die Samsung-Galaxy-Reihe. „Diese Handys verfügen u. a. über einen so genannten einfachen Modus, der eine reduzierte und damit bessere Übersicht aufs Gerät bringt.“ Doch keine Sorge: „Man bleibt trotzdem up to date.“

Welcher Tarif?

Stefan Heinz empfiehlt Einsteigern, einen Tarif über monatlich 500 Megabyte oder alternativ ein Gigabyte abzuschließen („das kostet im Monat keine zehn Euro“). „SMS und Telefon sind ja meistens im Tarif mit drin, hier empfehle ich aber die minutengenaue Abbrechnung, weil Senioren weniger telefonieren. Letzlich hängt es aber natürlich vom individuellen Anrufverhalten ab.“ Nicht notwendig, betont Heinz, sei es übrigens, Kreditkarten-Angaben auf dem Smartphone zu hinterlegen. „Dadurch stellt man sicher, dass man nicht beim versehentlichen Tippen auf eine kostenpflichtige App hohe Zusatzgebühren zahlen muss.“ Und sollte man doch einmal eine solche App benötigen, „kann man diese auch per Geschenk-Gutschein-Karte bezahlen“ (gibt es u. a. bei DM, Rewe, Saturn).

Welche Apps?

Die meisten Smartphone-Einsteiger, weiß Stefan Heinz, wollen von ihm zunächst weniger wissen, welche Apps er für sinnvoll hält, als vielmehr, wie ihre persönlichen App-Favoriten eigentlich auf den Startbildschirm ihres Smartphones gelangen: Telefon, Kontakte, Internet, Fotokamera, Galerie. Natürlich erklärt Heinz dieses Procedere in seinen Kursen genau, macht darüber hinaus aber auch darauf aufmerksam, welche Apps er überhaupt für sinnvoll hält. „Auf jeden Fall dazu zählt ein Anti-Viren-Programm.“ Auch Spezialtipps nennt er – etwa die App „Pendelpanda“ für Senioren, die häufig mit dem Bus unterwegs sind.

Wie richte ich E-Mails ein?

Er habe bislang „noch nie“ erlebt, dass ein Kursteilnehmer keine eigene E-Mail besessen habe, gesteht Stefan Heinz. In diesem Fall sei es am einfachsten, auf seinem Smartphone auf die dort bereits hinterlegte E-Mail-App zurückzugreifen: „Diese muss ich nur noch mit meiner Mailadresse und meinem Passwort füttern – dann kann ich loslegen.“ Den entscheidenden Vorteil in dieser App sieht der Hattinger aber vor allem darin, dass hier E-Mails nur in Kopie vorhanden sind. So sind etwa auf dem Smartphone gelöschte Mails später noch auf dem PC, etc. abrufbar. „Für E-Mails, die in ein nur auf dem Handy eingerichteten E-Mail-Fach einlaufen, gilt dies dagegen nicht.“

Und wie pflege ich Kontakte?

„Manche Smartphone-Neunutzer“, stellt Stefan Heinz fest, wollen ein- und dieselbe Person x-mal unter „Kontakte“ einspeichern: Tochter zu Hause, Tochter bei der Arbeit, Tochter auf dem Handy . . . „Für jede Person sollte man aber nur einen Kontakt anlegen – das geht ja durchaus auch mit mehreren Rufnummern.“ Jeder Kontakt, so Heinz weiter, sollte zudem mit einem Porträtfoto versehen sein: „So sieht man sofort, wer anruft.“