Silvester kommt alles aus dem Backofen

Für die Schneckenfüllung lassen Reste verwerten.
Für die Schneckenfüllung lassen Reste verwerten.
Foto: Fischer / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
ndrea Steinbach empfiehlt Frikadellen, Hähnchenspieße, Backkartoffeln, Brötchen und Pizzaschnecken mit Aufstrichen, Salat und Obst. Gerichte sind einfach und schmecken Jugendlichen

Hattingen..  Für nächstes Jahr hat Andrea Steinbach reichlich Pläne. Für dieses gibt sie gegen Jahresende Tipps, wie sich ohne allzu viele Mühen und Kosten schnell verschiedene Silvestergänge zaubern lassen, die alle nacheinander bei 180 Grad in den Ofen kommen: Frikadellen, Fleischspieße, Kartoffelhälften, Brötchen und Pizzaschnecken, begleitet von Salat und Aufstrichen und Obstsalat zum Nachtisch. Alles unter dem Stichwort: Schnell, günstig, kalorienarm, lecker und geeignet auch für den Gaumen von Jugendlichen.

Gern würde die Hattingerin 2015 einen Kochkurs aufziehen, um zu zeigen, wie leicht und preisgünstig sich Mahlzeiten in der eigenen Küche herstellen lassen, die weder den Geldbeutel noch die Figur belasten. Etwa für ihre Selbsthilfegruppe „Lebensleicht“, die sie leitet. Leider sei es sehr schwer, eine Schul- oder Gemeindeküche dafür zu bekommen, sagt die Frau, die fast 70 Kilo abgenommen hat, aber auch heute noch gern isst – nur anders als früher. Oder für Ehrenamtliche zu teuer. Und in der eigenen kann sie höchstens zusammen mit ihrem Sohn Robin kochen. Für eine größere Gruppe ist sie zu klein.

Doch lässt sich darin vortrefflich Leckeres für Silvester zaubern. Die Hattingerin kocht – und backt – gern. Doch gerade an solchen Tagen wollen viele nicht gern den Inhalt in Töpfen und Pfannen ständig im Auge behalten müssen. Oder hinterher mit einem Berg von Geschirr kämpfen, der gespült werden muss. Es kann schnell gehen, muss nicht viel kosten. Und Stress braucht auch nicht aufzukommen. Die Hattingerin tritt den Beweis an mit frisch gebackenen Brötchen, zwei Aufstrichen, Pizzaschnecken, die sie auf dem Tisch im Esszimmer aufbaut. Dazu zeigt sie den WAZ-Besuchern vakuumierte Fleischstücke, die sie kauft, wenn sie günstig sind, und luftdicht verpackt.

Für Mittwoch empfiehlt sie die anfangs erwähnte Speisenfolge aus Frikadellen, Spießen mit Hähnchenbrustfilet, Backkartoffeln mit Rosmarin, dazu die Brötchen und Schnecken, nacheinander aus dem Ofen geholt, und einen bunten Salat nach Wahl und Vorlieben mit Joghurt und Essig-Öl-Soße und zum süßen Abschluss Obstsalat mit Walnüssen. Das alles schmecke auch Jugendlichen gut. Ihr 17-jähriger Sohn Robin, der die elfte Klasse der Gesamtschule besucht, nickt zustimmend. Im Sommer hat er viel mit seiner Mutter gekocht. Gerichte aus ihrer Küche kommen auch bei Freunden gut an. Meist kocht Andrea Steinbach größere Mengen auf Vorrat, die eingefroren werden können, so dass auch Freunde immer willkommen sind.

„Von hier aus hat man Silvester den besten Ausblick in den Himmel“, sagt sie im Esszimmer der Wohnung in der Innenstadt direkt unterm Dach und zeigt aus dem Fenster. Auf dem Esstisch ist der Ausblick jetzt schon vielversprechend mit einer Auswahl dessen, was Interessenten Silvester nachkochen können. Bei ihrem Sohn, der früher Zucchini nicht mochte, hat sie geschwindelt und die grüne Zutat im süßen Kuchen, den Robin lecker fand, als Pistazien verkauft. Heute sind solche Tricks nicht mehr nötig. Und wenn Robins auszieht, nimmt er das Buch „Meine Lieblingsrezepte“ mit.