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Sie wollen in den Bundestag

01.10.2012 | 22:00 Uhr
Sie wollen in den Bundestag
Ralf Kapschack nach der Nominierung mit seiner Vorgängerin Christel Humme und dem Wittener SPD-Vorsitzenden Thomas Stotko.Foto: SPD

Hattingen.  Ein Jahr vor der Wahl ist bei den meisten Parteien bereits klar, welche Kandidaten sie aufstellen.

Noch gut ein Jahr dauert es. Dann wählt Deutschland den 18. Bundestag. Die Direktkandidaten für den Wahlkreis Ennepe Ruhr II (Hattingen, Herbede, Sprockhövel, Wetter und Witten) stehen aber fast alle schon fest.

Die Wittener SPD hatte vor zwei Wochen den 57-jährigen Ralf Kapschack nominiert. Die Hattinger wären mit dieser Lösung einverstanden. „Er ist bisher der einzige Kandidat, daher gehe ich davon aus, dass er das Rennen macht“, sagt der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Prof. Rainer Bovermann. Die endgültige Entscheidung, wer für die SPD kandidiert, falle aber erst auf der Delegierten-Konferenz am 30. November.

Die CDU hatte ihren Kandidaten Anfang Juli vorgestellt. Ralf Brauksiepe erhielt mehr als 90 Prozent der Stimmen. Unterstützung bekam Brauksiepe von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, die seine Bodenhaftung im Wahlkreis und gleichzeitig seine internationalen Kontakte schätze.

Bei den Grünen stehe die Nominierung im EN-Kreis noch aus. „Wir werden am 14. November wählen“, erklärte Kreissprecher Dr. Janosch Dahmen, der selbst kandidieren will. Themen, die ihm am Herzen liegen: „Gesundheitspolitik ist der große Schwerpunkt von mir.“

Für die FDP wird bei der Wahlversammlung Ende Oktober Rosemarie Steinhauer aus Wetter an den Start gehen. „Sie ist eine erfahrene Politikerin, die durchaus das Zeug hat“, macht sich Fraktionsvorsitzender Gilbert Gratzel für seine Kollegin stark.

Noch keinen Kandidaten im Blick hat dagegen die Linke im EN-Kreis. „Es gab noch keine Versammlung “, erklärt Christian Preuß. Die Wahl des Bundestagskandidaten stehe frühestens Ende dieses Jahres, spätestens Anfang nächsten Jahres an.

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) hat bereits einstimmig ihren Direktkandidaten gewählt. Man entschied sich für Jakobus Fröhlich. In einer Pressemitteilung stellt er sich als „radikal links und revolutionär“ dar.

Bei der Piratenpartei war zu einer Stellungnahme niemand zu erreichen.

Daniel Roeschies

Kommentare
02.10.2012
18:31
Sie wollen in den Bundestag
von Sternenpaule | #2

Wenn es um das Verteilen geht, sind sich alle immer sehr schnell einig.

Wo kann ich mich denn als Bundestagsabgeordneter eintragen lassen?

Anders...
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2012-10-01 22:00
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