Seit Wochen ohne Telefon und Internet

Ute Wilkes
Ute Wilkes
Foto: Fischer / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Telekom reparierte beim Nachbarn, nicht bei Ute Wilkes. Dafür brauche es einen neuen Auftrag.

Hattingen..  Ute Wilkes hat seit mehr als drei Wochen keinen funktionierenden Telefon- und Internetanschluss – seit ein umstürzender Baum die Leitung mit sich riss. Es ist dieselbe Störung, nach der auch bei WAZ-Fotograf Walter Fischer bis Ende kein Signal durchkam. Dort wurde der Fehler gefunden und behoben (wir berichteten) – nur bei Ute Wilkes nicht.

Sie ärgert sich, dass seit Wochen nichts passiert. Denn nachdem ein Techniker den Schaden nicht beheben konnte, machte die Blankensteinerin bei ihrem Anbieter Versatel weiter Druck. „Mein Fall ist jetzt auf der höchsten Eskalationsstufe“, sagt Ute Wilkes.

Zuständig für die Behebung der Störung ist die Telekom, die vom jeweiligen Anbieter des Kunden beauftragt werden muss. Während der Techniker Familie Fischer (Anbieter O2) helfen konnte, wartet Wilkes weiter: „Als der Techniker bei den Fischers das Problem löste, sagte er mir, dass er für meine Störung keinen Auftrag habe und so auch nicht nachschauen kann“, erzählt Ute Wilkes. Das ärgert die Anästhesistin. „Ich stehe in Rufbereitschaft“, betont sie.

Die Telekom habe einen Bautrupp beauftragt, nach defekten Leitungen zu suchen – was bislang nicht geschehen ist. Die WAZ fragte nach: Kann bei Aufträgen verschiedener Anbieter, die sich auf dieselbe Leitung beziehen, nicht ein Techniker beide Parteien bedienen? Antwort der Telekom: Jedes Problem muss einzeln analysiert werden. „Alle Anbieter haben untereinander fest definierte Schnittstellen, die kontaktiert werden müssen“, sagt Frank Leibiger. Das sei nicht geschehen. Dazu kommt der Service, den die Anbieter ihren Kunden bieten. Danach werden auch die Techniker der Telekom aufgeteilt.

Im Fall Wilkes liegt Versatel die Statusmeldung „unter Bearbeitung“ vor – seit dem 12. Januar. Jetzt seien dem Anbieter die Hände gebunden.