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Schwerpunkt Kulturhauptstadt

01.03.2010 | 16:11 Uhr

Neben Falken-Ausstellung und Still-Leben beschäftigt den Bürgerverein Niederbonsfeld der Wegfall der Buslinie 177.

„Es ist für uns ein Start in ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr”, sagt Horst Weßel. Der erste Vorsitzende des Kultur- und Bürgervereins Niederbonsfeld stellt das Programm für das laufende Jahr 2010 vor. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Kulturhauptstadt. Der Kulturverein organisiert mit dem Verein zur Erhaltung der Isenburg das Projekt „Die Isenburg im Zeichen des Falken”.

Am 17. April gibt es auf der Burg eine Greifvögelschau, Jagdhorn-Ensemble sowie Gemälde von Georg Hedrich und einen Fachvortrag. „Das Projekt ist mit dem Herner Museum für Archäologie verknüpft”, erläutert Geschäftsführer Ulrich Born.

Vorfreude zeigen Weßel und Born auch mit Blick auf das Still-Leben Ruhrschnellweg. „Wenn der Verkehr auf der A40 ruht, sind wir dort offiziell mit einem Tisch beteiligt”, sagt Horst Weßel. Der soll die Kultur des Ortsteils repräsentieren, Kunst und Musik zeigen.

In der zweiten Jahreshälfte veranstaltet der Verein einen Vortrag zum Thema „Koran und Bibel – Gemeinsamkeiten und Unterschiede” und plant eine Lesung mit der Journalistin Gabriele Krone-Schmalz. „Wir wollen ein engagiertes Programm bieten”, sagt Weßel. Führungen, Reisen, Besuche von Ausstellungen gehören seit 16 Jahren zum Angebot des Vereins.

„Wir kümmern uns um die Anliegen der Bürger”, sagt Weßel. Daher brennt dem Kultur- und Bürgerverein auch das Thema Buslinie 177 (Nierenhof nach Essen-Steele) unter den Nägeln. „Das ist ein Hammer für uns”, sagt Ulrich Born zur geplanten Einstellung der Linie durch die Essener Verkehrs AG (EVAG). Grund für die Entbindung der Betriebspflicht sind laut Zahlen der EVAG die zu geringen Fahrgäste (im Durchschnitt 1,4).

Für Niederbonsfeld bedeute dies: zwei Kirchen und Friedhöfe sowie Sportplatz und Mehrzweckhalle seien abgeschnitten. Auch betroffen: die Chorgemeinschaft Deilbachtal, die an der Kohlenstraße in einer Gaststätte probt. „Gerade für die älteren Menschen ist die Nahversorgung wichtig. Dazu gehören Einkäufe und Besuche beim Arzt.” Ein Protestschreiben hat der Kultur- und Bürgerverein an die Stadt Hattingen geschrieben und denkt darüber nach Unterschriften zu sammeln.

Als Höhepunkt für den Verein nennt Born das erste Frühlingsfest auf dem Treffpunkt Winzermark am 1. Mai. In diesem Sinne beschäftigt sich der Kulturverein mit der weiteren Gestaltung der Platzanlage. „Die Übernahme der Patenschaft für den Bereich zwischen Skulptur und Ehrenmal nehmen uns in diesem Jahr wesentlich in Anspruch”, sagt Weßel. Und für den Bau des Pavillons, den Künstler Günter A. Steinmann entworfen hat, stehen aktuell 9000 Euro inklusive Sachspenden bereit. Ein großer Teil sei von Nicht-Mitgliedern gespendet worden. 13 000 bis 14 000 Euro Kosten kalkuliere der Verein für den Bau. Der Pavillon könne Ende 2010 errichtet sein.

Timo Klippstein

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