Schulterschluss für den Arbeitsmarkt

„Auf den ersten Blick sind unsere Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten getrennt. Wenn es aber etwa um die Betreuung von Jugendlichen, um den Übergang von Arbeitslosenversicherung in die Grundsicherung (Hartz IV) oder um die Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt geht, dann gibt es durchaus Überschneidungen und gemeinsame Baustellen. Auf diesen sind wir im Sinne der Betroffenen längst zusammen aktiv. Heute dokumentieren wir dies nachdrücklich.“ Landrat Arnim Brux, Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters EN, und Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, besiegelten jetzt eine umfassende Kooperationsvereinbarung.

Die Jugendlichen im Übergang von der Schule in den Beruf optimal zu unterstützen, ist das Thema jener Vereinbarung. Betont wird das Miteinander statt Nebeneinander von Agentur für Arbeit und Jobcenter EN. Der Ansatz an sich ist nicht neu, neu sind aber die schriftlich fixierten Regeln für die Zusammenarbeit. Ziel ist es, erwerbsfähige Jugendliche unter 25 Jahren intensiv und individuell zu betreuen und zu fördern, ihnen einen schnellen Berufseinstieg zu ermöglichen und damit die Jugendarbeitslosigkeit weiter zu verringern. Im Fokus sind dabei unter anderem der Austausch über Projekte und das Verhindern von Parallelstrukturen, das Schließen von Betreuungslücken und ein Einzelfallmanagement für komplexe Fälle.

„Nur gemeinsam wird es uns gelingen, möglichst vielen Jugendlichen die erforderliche Unterstützung zu bieten. Wenn es darum geht, sie bestmöglich auf das Berufsleben vorzubereiten, sind individuelle Beratung und Angebote angezeigt. Je koordinierter und abgestimmter dies erfolgt, desto besser“, so die Unterzeichner. Sie setzen dabei auch auf die bewährte Zusammenarbeit mit Unternehmen, Städten sowie dem Bildungsbüro des EN-Kreises. Eine zweite Vereinbarung soll sicherstellen, dass ein Rechtskreiswechsel für die Betroffenen nicht zur Unterbrechung der Vermittlungs- und Integrationsbemühungen führt. Hier stehen die Menschen im Fokus, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld I ausläuft. Sie sollen jetzt regelmäßig über Arbeitslosengeld II/Hartz IV informiert werden.