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Schulessen fällt positiv auf

16.01.2012 | 17:27 Uhr
Schulessen fällt positiv auf

Hattingen.  Bestnoten für Gesamtschule und Lieferant. Hochschule Niederrhein hat 200 Mensen bewertet. Viel Unerfreuliches.

Essen ist Geschmackssache. Doch auch die beste Mahlzeit leidet, wenn sie stundenlang totgekocht wird oder andere Bedingungen nicht passen. In der Gesamtschule passt alles. Zwei Kochmützen hat sie 2007 für die Ausgabe des Essens verliehen bekommen. Inzwischen müssten es eigentlich drei sein, glaubt Schulleiterin Dr. Elke Neumann.

Zum Zeitpunkt der Zertifizierung hallte es in der Mensa, der Geräuschpegel wurde kritisiert. „Wir haben damals wegen der Lärmbelästigung keine drei Kochmützen gekriegt.“ Inzwischen, so Neumann, habe die Mensa aber Schalldämmung bekommen. Damit die Qualität nicht sinkt, werde die Einhaltung der Standards regelmäßig überprüft.

200 Schulmensen hat die Hochschule Niederrhein untersucht, bewertet und zertifiziert. Das Fazit, das die Wissenschaftler jetzt ziehen, ist ernüchternd: Nur wenige Caterer lassen sich überhaupt zertifizieren. Und oft landet mangelhaftes Essen auf den Tellern der Kinder und Jugendlichen. Mehr als neun von zehn Schulen erfüllen die Qualitätsstandards an gesundes Essen nicht.

Auf Hattingen trifft das nicht zu. Die Gesamtschule findet sich, wie das Studentenwerk Akafö der Uni Bochum als Lieferant, der drei Kochmützen hat, auf der Positivliste wieder. In Gesellschaft von Städten wie Düsseldorf und Potsdam, dem Nordsee Internat St. Peter Ording, der Internationalen Schule am Rhein oder der Kita der FU Berlin.

Cook & chill, kochen und kühlen, ist beim Akafö angesagt, das auch das Schulzentrum Holthausen versorgt. Andere halten es mit Frischküche oder mit Cook & hold, Kochen und warmhalten.

„Das Wichtigste ist das Essen“, sagt auch Schulleiterin Elke Neumann. Womit sie nicht den gesamten Schulbetrieb meint, sondern das Verhältnis von Ausgabe und Essensqualität. Hygienevorschriften seien sehr wichtig, aber auch Essensangebot und Auswahlmöglichkeiten.

Speisenproduktion, Transport, Speiseplan und vor allem die Hygiene werden unter die Lupe genommen – von der Herstellung beim Caterer bis zur Ausgabe in der Schule. Für ideal hält die Hochschule Niederrhein, wenn beide Bereiche geprüft werden – was hier der Fall ist.

„100 bis 110 Schülerinnen und Schüler, hauptsächlich die Jüngeren“, essen mittags in der Mensa der Gesamtschule an der Marxstraße zu einem Preis von 2,90 (ohne) oder 3,20 Euro (mit Dessert). Die Älteren im Gebäude Lange Horst nutzen Freistunden, um nach Hause zu gehen, holen sich woanders etwas oder ziehen sich Essbares am Automaten. Zum kleinen Preis, so Elke Neumann, gebe es Pfannengerichte für zwischendurch.

Wenn es für den großen Hunger nicht reicht oder der Geldbeutel kein Menü hergibt, dann gibt es auch im anderen Schulgebäude an der Marxstraße Kleinigkeiten zum Einkaufspreis. Wobei die Müslimütter dort nicht nur Getreideflocken, sondern auch Obstsalat anbieten. Ihr Angebot wurde bei der Untersuchung nicht berücksichtigt.

Nach den Prüfstandards soll Frittiertes und Gebratenes eher selten auf den Mittagstisch kommen, Fleisch nicht zu häufig, dafür aber Gemüse und Rohkost sowie Obst, ein Angebot für Vegetarier und bei den Beilagen nicht nur Nudeln und Kartoffeln, sondern auch Hirse und Couscous oder Linsen und Kichererbsen.

Brigitte Ulitschka

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