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Schülern in Palästina helfen

21.07.2013 | 17:18 Uhr
Schülern in Palästina helfen
Aussendung in den Nahen Osten: Kolja Rösener zwischen Pfarrer Uwe Crone (links) Jens Nieper vom Berliner Missionswerk.

Hattingen.   Kolja Rösener hat gerade sein Abitur abgeschlossen und sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Nahen Osten entschieden. Die Interreligiosität reizt ihn

Ein Jahr dort arbeiten, wo Jesus zur Welt gekommen ist. In Bethlehem, in Palästina. Dafür hat sich Kolja Rösener entschieden. Zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im gelobten Land. Am Sonntag wurde er aus der evangelischen Gemeinde Welper-Blankenstein, seiner Heimatgemeinde, ausgesandt.

Den Gottesdienst in der Kirche an der Burg gestalteten Pfarrer Uwe Crone und Pfarrer Jens Nieper vom Nahostreferat des Berliner Missionswerks. Dort, wo Rösener für sein FSJ angenommen wurde. Voraussetzung war dabei, ein Jahr in Palästina oder in Kuba zu absolvieren, da Rösener nicht der Berliner Landeskirche angehört. „Das hat mich aber nicht gestört“, sagt der 19-Jährige. Denn Palästina hat für ihn sogar einen besonderen Reiz: Es ist interreligiös. „Ich bin mit meiner Wahl zufrieden, da ich auch eine Vorliebe zu dem Land entwickelt habe. Ich bin gläubiger Christ und aus dieser Sicht finde ich Palästina interessant“, erzählt Rösener.

Vor Ort wird er an einer Schule nahe Bethlehem arbeiten. Viele Lehrer und auch der Direktor sprechen dort Deutsch, denn die Schule wird über ein deutsches Projekt gefördert. Sogar das deutsche Abitur können die Schüler erlangen. Ein Vorteil für den Hattinger, der so auch in seiner Muttersprache mit den Schülern kommunizieren kann. „Vor Ort werde ich aber auch Arabisch lernen, um mich im Alltag zurechtzufinden und mit allen ins Gespräch kommen kann“, sagt Rösener.

Unterricht und Olivenernte

Neben der Hausaufgabenbetreuung oder der eigenen Unterrichtsgestaltung kümmert sich der Abiturient um die Freizeitgestaltung der palästinensischen Kinder und Jugendlichen. In der Pause und in der Zeit nach der Schule. „Ich beteilige mich zum Beispiel auch an der Olivenernte.“ Außerdem möchte er, dass die Heranwachsenden Spaß und Abwechslung vom teilweise unschönen Alltag erleben. „Sie sind Unruhen gewohnt, die politische Situation ist ja ständig angespannt. Ich mache dann auch mal ein paar lustige Spiele mit ihnen“, nimmt sich Rösener vor. Erfahrung hat er durch die Jugendarbeit in der 4K-Kirchengemeinde, wo er unter anderem als Betreuer bei der Konfirmandenfahrt tätig war. „Völlig hilflos werde ich nicht sein.“

Bedenken wegen möglicher Unruhen oder politischer Konfliktsituationen hat er nicht. Die Gegend im Westjordanland, wo er sich aufhalten wird, ist kein Brennpunkt.

Musikalisch gestaltete die Band The Holy Island den Gottesdienst. Kolja Rösener ist dort Bandmitglied. Er spielt Bass. Ab September müssen seine Bandkameraden dann eine Zeit lang ohne ihn auskommen.

Von Hendrik Steimann

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2013-07-21 17:18
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