Schüler machen Musik für Nepal

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Was wir bereits wissen
Im Gymnasium Holthausen gab es die traditionellen Sommerkonzerte. Schüler und Lehrer sammelten mit diesen auf kreative Art und Weise Spenden.

Hattingen..  In den Musikräumen wurde gerade noch fleißig geprobt, die Instrumente ein letztes Mal gestimmt – dann startete auch schon das große Sommerkonzert im Schulzentrum Holthausen am vergangenen Wochenende mit vollem Programm. Alle Chöre und Ensembles standen wieder auf der großen Bühne.

Mehrere Orchesterfassungen stammten von Schülern. Dieses Mal wurden außerdem verschiedene Ensembles miteinander kombiniert. Der Mittelstufenchor ­In Between machte dem Sommerkonzert alle Ehre und brachte die Sonnenbrillen zu „Jetzt ist Sommer“ von den Wise Guys gleich mit auf die Bühne.

Verkauf von Taschen und Mobilés

„Wenn Kinder Musik machen wollen, dann kommen sie zu uns“, sagte Jens Maron, Musiklehrer am Gymnasium Holthausen. Die Musik hat hier eine lange Tradition, in der sechsten Klasse kann jedes Kind ein Instrument erlernen. „Seit einiger Zeit bieten wir Fünftklässlern, die in der Grundschule ein Instrument gelernt haben, die Möglichkeit, in der fünften Klasse schon Teil eines Ensembles zu sein“, sagte Jens Maron.

Für die einen ist die musikalische Freude dabei nur von vorübergehender Dauer, andere sind über Jahre im Orchester, Schulchor oder einem anderen Ensemble aktiv, sogar nach dem Abitur.

Dass die Leidenschaft für Musik anderen zur Hilfe kommen kann, ist dabei kein neuer Gedanke. „Auch für Fukushima hat sich unsere Schule sehr engagiert“, erinnerte sich Kristina Borgmeier. Die Kunstlehrerin hatte in diesem Jahr die Idee, mit der Schule Spendengelder für Nepal zu sammeln. „Ich war vor zwei Jahren selber dort. Nepal war auch damals schon ein sehr armes Land – aber das Erdbeben hat die Not noch vergrößert.“

Bereits seit längerer Zeit kennt Kristina Borgmeier die GLS Zukunftsstiftung Entwicklung, die Hilfsprojekte in Nepal betreut, gemeinsam mit den Kollegen aus dem Fach Musik wurde beschlossen, das Sommerkonzert der Schule zu einem Benefizkonzert für Nepal zu machen.

Auch im Kunstunterricht wurde für die Veranstaltung fleißig garbeitet. Schüler verschiedener Jahrgangsstufen bemalten Leinwände, bedruckten Taschen, bastelten Mobilés mit nepalesischen Symbolen. Am Wochenende nun wurden die Ergebnisse den Konzertbesuchern zum Verkauf angeboten.

Der Erlös aus den Kunststücken geht zu hundert Prozent an die GLS Zukunftsstiftung Entwicklung, auch ein Teil des Kartenerlöses und Einnahmen aus dem Essens- und Getränkeverkauf werden gespendet. Da dürfte eine Menge zusammenkommen – schließlich war die Aula voll und die Schlangen vor den Verkaufsständen waren dementsprechend lang