Schokoladenträume und faire Weltbilder

Annette Krüger, Bodo Steinhauer als Vertreter des evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten, und Dezernentin Beate Schiffer (v.l.) stellen die Woche vor. Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services
Annette Krüger, Bodo Steinhauer als Vertreter des evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten, und Dezernentin Beate Schiffer (v.l.) stellen die Woche vor. Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Akteure der Weltwoche zum Fairen Handel in Hattingen stellen Programm vor, das mit Kabarett, Tanz, Trommeln und Fingerfood in der Gesamtschule eröffnet wird. Geschäfte zeigen Tafeln von Kindern und Jugendlichen

Hattingen..  Dass die weite Welt so weit nicht weg ist auch von Hattingen, das machen schon Asylbewerber deutlich. Dass sie gerecht gestaltet werden kann, „wenn wir solidarisch handeln und Verantwortung übernehmen“, soll im April die Hattinger Weltwoche zum Fairen Handel zeigen. Mit vielen Schwerpunkten und vor allem „mit Herz, Hand und Fairstand“. Im Büro der städtischen Beigeordneten Beate Schiffer stellten Akteure der Weltwoche jetzt das Programm vor.

Der deutschen Sprache sind sie alle mächtig. Dass es bei den vielseitigen Aktionen um Fairführung, Fairkostung, Fairgnügen geht und während der Woche keine Lebensmittel verkocht werden, sonder fairkochen auf dem Programm steht, ist dem Motto der Weltwoche geschuldet, die am 18. April startet und bis zum 25. viele Themenfelder abdeckt. Und beispielsweise die Frage diskutiert, was das Handy mit Ausbeutung zu tun hat. Im Mittelpunkt steht jeweils der faire Handel.

In Hattingen geht die erste Weltwoche über die Bühne. Für den Evangelischen Kirchenkreis Hattingen-Witten, der im städtischen Büro in Welper mit Synodalpfarrerin Annette Krüger und Öffentlichkeitsreferentin Nicole Schneidmüller-Gaiser vertreten war, die zweite. Vor Jahren fand eine in Witten statt. Bodo Steinhauer, Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Winz-Baak, freut sich darüber, wie gut Schulen und Kitas mitziehen.

Auf Holztafeln haben Kinder und Jugendliche schon lange im Vorfeld ihre Vorstellungen vom Thema „Faire Bilderwelten – Faire Weltbilder“ festgehalten. Sie werden während der Woche in Schaufenstern von Geschäften gezeigt.

Alle gemeinsam setzen die Akteure auf eine fröhliche und nachhaltige Woche, die auch nach Abschluss der Aktionen noch Wirkung zeigt. Vor allem aber auf Spaß. Denn den schließt fairer Handel nicht aus. „Der Kaffee schmeckt bitter, die Pullover kratzen“: Dem ist nicht so. Und das wollen die Veranstalter gemeinsam beweisen. Auch unter schwierigen Bedingungen kann das Leben Spaß machen, wenn Solidarität vorhanden ist: Diese Botschaft sollen die fröhlichen Kinder auf dem Plakat rüberbringen.

Eröffnet wird die Woche mit einem Festabend am 18. April in der Aula der Gesamtschule. Mit Kabarett von und mit Martin Funda, Capoeira mit Unicar, Tanz und Trommeln mit Afrolight und Fingerfood der Schüler, die auch selbst hergestellte Schokolade verkaufen. Schokoladenträume spielen eine Rolle bei einer musikalischen Lesung. Im Vorfeld der Weltwoche wird es am Treidelbrunnen einen Schokobrunnen geben und Gespräche mit Realschülern der Grünstraße über fair gehandeltes Obst und schmutzige Schokolade. Es gibt Gottesdienste, Kochaktionen mit fair gehandelten Produkten, afro-brasilianisches Essen wie frittierte Maniokwurzeln und ein Punkmusical von und mit Sonni Maier über globale Gerechtigkeit. Ein Thema für Magen und Herz. Und natürlich den Verstand.