Schlaglöcher verursachen Gefahren

Foto: WAZ FotoPool

Schon lange ist bei den Anwohnern des Gedulderwegs der Zustand der Stichstraße, an der der Kindergarten liegt, ein Thema. Der Abschnitt wird regelmäßig geflickt, aber eine langfristige Lösung ist noch nicht in Sicht.

Das sei gefährlich für die Fußgänger und betreffe bei weitem nicht nur die Anwohner, sagt Manfred Schmid (63), der seit 25 Jahren an der Stichstraße lebt. Er beobachte immer wieder gefährliche Situationen.

Denn die Schlaglöcher sind nur ein Teil des Problems. Stark frequentiert werde der Weg morgens und mittags, wenn Eltern ihre Kinder in die Kita bringen oder sie abholen. „Außerdem finden in der Begegnungsstätte auch am Wochenende regelmäßig Veranstaltungen statt“, sagt Schmid. Neben Spaziergängern sind also hauptsächlich Eltern mit Kinderwagen und ältere Personen, manchmal mit ihrem Rollator, zu Fuß unterwegs.

Fußgänger laufen in der Mitte

Und die können nicht auf einem Bürgersteig laufen, denn den gibt es nur auf den ersten Metern, die vom Hauptteil des Gedulderwegs abgehen. Außerdem vollzieht die Straße eine Kurve, die noch dazu so schmal ist, dass nur ein Pkw hindurch passt. „Dort ist es am gefährlichsten. Die Fußgänger wollen nicht an der Seite laufen, wo Schlaglöcher sind in denen sich nach Regen Pfützen bilden. Daher laufen sie in der Mitte.“ Und dort fahren natürlich auch die Autos.

Manchmal reiße sich auch ein Kleinkind von der Hand los, so Manfred Schmid. Er habe schon beobachtet, wie Mütter ihre Sprösslinge zurückrissen. „Das sind immer wieder Schrecksekunden.“ Daran ändere auch nichts, dass die Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich auf zehn Kilometer pro Stunde heruntergesetzt wurde.

Das Problem am Gedulderweg ist nicht neu. „Der Stadt ist das bekannt“, sagt Schmid, der sich nach eigenen Angaben immer wieder an die Verwaltung gewendet hat.

Dort stößt er nicht auf taube Ohren. Er könne die Beschwerden nachvollziehen, so der städtische Beigeordnete Bernd Woldt. „Der Zustand der Straße ist schlecht.“

Allerdings: Man müsse auch den größeren Zusammenhang sehen. Denn unmittelbar angrenzend befindet sich ein Gebiet, das Bauland werden soll. Wann das passiert, steht allerdings noch in den Sternen. Das aber hat Konsequenzen für eine mögliche Erneuerung der Straße:„Es macht keinen Sinn, die Straße neu zu machen und sie dann wieder kaputtfahren zu lassen“, sagt Woldt.

Dass sich der Prozess so lange hinziehe, liege an den anderweitigen Prioritäten, die derzeit bei mehreren anderen Bebauungsplänen gesetzt würden.

Löcher werden verfüllt

Zudem verweist Woldt darauf, dass die Erneuerung der Straße zu 90 Prozent von den Anwohnern getragen werden müsse. Auch das mache weit mehr Sinn, wenn denn das Wohngebiet erschlossen werde. Dann würde auch die Finanzierung für den einzelnen Anwohner eine ganz andere.

Kurzum: „Es macht keinen Sinn, den Ausbau der Straße vorzuziehen.“ Bernd Woldt verspricht allerdings, dass die Verwaltung natürlich ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen und die Löcher verfüllen werde. „Das wird in den nächsten Wochen passieren.“