"Scheintote" Katze Krümel wird zum Medienstar
30.08.2012 | 07:16 Uhr 2012-08-30T07:16:00+0200
Hattingen. Ein Artikel und seine Geschichte: Katze Krümel aus Hattingen ist jetzt landesweit bekannt. Angefangen hat es mit einem Bericht der Hattinger Zeitung. Denn das betagte Tier schläft oft mitten auf der Straße ein. Immer wieder halten Spaziergänger die Katze für tot und verständigen die Behörden.
Vor genau einer Woche berichtete die Hattinger Zeitung zum ersten Mal über Krümel, die „scheintote Katze“ aus dem Krämersdorf. Inzwischen haben sich der WDR, die Bild-Zeitung und auch RTL auf den Weg nach Hattingen gemacht, weil sie sich ebenfalls für das Phänomen interessierten.
Der WDR kam noch am selben Tag vorbei, an dem der Artikel erschienen war. RTL und die Bild-Zeitung einen Tag später, erzählt Katzen-Besitzerin Jane Herold. Aber Krümel spielte nicht mit. „Die war ganz munter, als ob sie das geahnt hätte“, sagt Jane Herold lachend. „Als alles vorbei war, da lag sie dann wieder wie tot da.“
Als der Anruf vom WDR kam, war Herold zwar ein bisschen erstaunt, aber, so sagt sie: „Ich fand das ganz nett und habe mich dazu bereiterklärt. Als dann noch RTL und die Bild-Zeitung anriefen, habe ich schon überlegt“, so die 76-Jährige, die seit 45 Jahren ein Hotel in der Innenstadt betreibt. Die Dreharbeiten dauerten beim WDR schon zweieinhalb Stunden, RTL war sogar drei Stunden da.
Glücklicherweise nahmen die Hotelgäste den Trubel gelassen: „Die fanden das spannend“, sagt Herold.
Der WDR hat seinen Bericht inzwischen im Dortmunder Lokalfenster ausgestrahlt und auch in der Bild-Zeitung war Krümels Geschichte schon zu lesen, nur auf RTL wurde die friedliche getigerte Katze aus Hattingen vom Tiger verdrängt, der im Kölner Zoo seine Pflegerin getötet hat. Der Bericht wurde deshalb erst einmal verschoben, soll aber noch in dieser Woche gesendet werden.
Extra wegen Krümel aus Bottrop gekommen
Schon jetzt ist Jane Herolds Katze zu einiger Berühmtheit gelangt. „Da waren zwei ältere Leute, die sagten zu mir, sie seien extra wegen der Katze aus Bottrop gekommen“, erzählt Jane Herold schmunzelnd. Und sie vermutet, dass die beiden nicht die einzigen sind, die sich auf den Weg ins Krämersdorf gemacht haben, um den Medienstar auf vier Pfoten einmal mit eigenen Augen zu sehen.
Immer wieder muss Jane Herold besorgten Passanten erklären, dass es ihrer Katze gut geht. Denn das betagte Tier schläft mitten auf der Straße ein, oft in unnatürlichen Positionen, so dass Spaziergänger es für tot halten und die Behörden verständigen. Nun soll ein Schild Abhilfe schaffen.
„Ich merke schon, wenn hier Leute vorbeigehen, dass sie zögern und gucken“, so die Katzenbesitzerin. Bisher nimmt sie den Trubel um „Krümelchen“ mit Humor.
„Ich habe ein sehr abwechslungsreiches Leben, jeden Tag sind andere Gäste hier, aber ich fand das schön. Man muss ja nicht immer nur schlechte Nachrichten hören und lesen und so kann man auch mal ein bisschen schmunzeln, auch wenn das keine wichtigen Nachrichten sind“, findet die gebürtige Londonerin. „Aber jetzt muss es auch mal wieder gut sein.“ Schließlich muss sich Jane Herold auch noch um ihre Gäste kümmern. Und ihre Tiere natürlich auch. Neben der Katze, die für so viel Aufsehen sorgte, gibt es auch noch eine Französische Bulldogge, die ist aber ein ganz normaler Hund – mal abgesehen davon, dass Hund und Katze sich bestens vertragen. „Die beiden lieben sich“, so Herold.
19:16
Scheinbar tote Tiere mit der Fussspitze anticken, wenn das Tier nicht tot ist, wird es zumindest unwillig ein Ohr bwegen und genau hinschauen, ob es atmet. Und fuer eine Katze ist jede Schlafstellung, die sie einnimmt natuerlich, auch wenn man sich fragt, wie macht sie das bloss. Lebe selbstmit einer Dame mit Bart zusammen.
19:48
Lieber Otto99, findet man tote Tiere informiert man das Ordnungsamt. Dieses ist für die Beseitigung zuständig. Meistens müssen sie überfahrene Katzen, Hund und Kaninchen entfernen. Das sollte man aber eigentlich wissen!
Echt? Muß ich jeden toten Vogel dem Ordnungsamt melden?
könnten "gechipt" sein, haben also einen Besitzer, der sich in der Ungewissheit Sorgen macht. Ich weiß nun nicht, ob das Ordnungsamt über ein Lesegerät verfügt. Aber ganz sicher der nächste Tierarzt und das Tierheim.
11:38
OK, nette Story fürs Sommerloch, aber es bleibt dabei:
"Die Katze verhungert nicht" oder
"Die Katze ist nicht dabei, zu verhungern"
Und ja, ich weiß: einer hat immer was zu meckern.
Aber bei solcher Vergewaltigung der dt. Sprache wird mir einfach immer blümerant. Ich kann dann nicht anders.
von Visionär | #4 ;-)
10:36
Welche Behörde muß ich denn anrufen, wenn ich eine tote Katze finde?
10:13
@buntspecht2 / #1:
Muss es immer um Probleme gehen? Regen Sie sich auch über Sportmeldungen auf? Die sind nämlich auch nur Nebensache. Mich zum Beispiel interessiert Fußball einen feuchten Kehricht. Da ich weiß, dass es Anderen anders geht, überlese ich solche Meldungen. Wo ist das Problem?
Dass es, egal zu welchem Thema, immer einen Meckerkopp geben wird, das läßt mich allerdings schon weniger kalt.
@laederlappen:
"Dass es, egal zu welchem Thema, immer einen Meckerkopp geben wird, das läßt mich allerdings schon weniger kalt."
Allerdings - das nervt! Ich weiss auch nicht, warum das gerade hier bei "derwesten" so extrem ist. Egal zu welchem Artikel - immer gibt es jemanden, der ätzende Kommentare posten muss und etwas zu mäkeln hat Sind die Leute hier im Pott alle so gefrustet, oder woran liegt es? Macht jedenfalls langsam keinen Spaß mehr, die Kommentare zu lesen...
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
08:25
Daran erkennt man was wir in Deutschland für schwerwiegende Probleme haben
Hier kann man (s)eine Meinung preisgeben.
Ich habe da einen Tip für Sie: wenn ein Artikel Sie nicht interessiert, brauchen Sie ihn einfach nicht zu lesen.