Schatzsucher sammeln Müll ein

Willkommen bei der Schatzsuche:
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Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Geocacher verbinden ihre Suche nach Verstecken am 11. April wieder mit einem Frühjahrsputz. Erstmals wird das Hüttengelände mit einbezogen.

Hattingen..  Seit drei Jahren organisieren sie das sogenannte „Cache In Trash Out“ (Versteck rein und Müll raus). In diesem Jahr soll die Veranstaltung zum Schätzesammeln und Aufräumen am Kemnader See erstmals um den Standort Henrichshütte erweitert werden. „Bei unserem Event an der Kemnade sind stets etwa 300 Geocacher unterwegs“, erklärt Melanie Flohren. Sie ist Mitglied in einem privaten Organisationsteam von Geocachern, das diese Veranstaltungen plant. Gemeinsam mit ihren Kollegen Marcel Rüttgers und Florian Burczeck bereitet sie zurzeit das Geschehen auf dem Gelände der Henrichshütte vor.

Geocaching ist eine Form der modernen Schatzsuche, doch anstatt Karten benutzen Geocacher GPS-Geräte oder Smartphones. „Im Kern geht es darum, Verstecke – sogenannte „Caches“ – zu finden“, schildert Florian Burczeck. „Dabei handelt es sich oft um Behälter, in denen sich ein Logbuch oder verschiedene Gegenstände befinden.“ Zu finden seien die Cashes durch geografische Koordinaten, die online auf eine Plattform von und für Geocacher veröffentlicht werden. Das Schöne am Geocaching sei neben dem Reiz, neue Caches zu finden, vor allem die Chance, neue – teils auch historische – Orte zu entdecken, die man sonst vielleicht nie besucht hätte.

Das „Cache In Trash Out“ 2015 findet am Samstag, 11. April, statt und verbindet die moderne Schatzsuche erstmals mit einer Müllsammel-Aktion. Bereits 100 Teilnehmer haben sich online angekündigt. Die Veranstalter hoffen aber auf Verstärkung. Auch Geocaching-Neulinge sind willkommen.

Treffpunkt ist am 11. April um 10.30 Uhr am Eingang des Industriemuseums Henrichshütte. Dort bekommen alle angemeldeten Teilnehmer ihr Einlassbändchen und müssen somit keinen Museumseintritt bezahlen. Danach geht es dann in vier Gruppen auf Schatzsuche. Nebenbei wird Müll gesammelt. Die Ausrüstung (Greifzangen, Handschuhe, Müllsäcke) stelle die Stadt Hattingen zur Verfügung gestellt werden, heißt es.

Melanie Flohren: „Auf dem Gelände und in der Umgebung gibt es schon einige Caches, die entdeckt werden können. Wir werden aber zu diesem Termin noch neue Verstecke hinzunehmen.“

Auf dem Museumsgelände selbst sei auch einiges geplant. So soll es Stände geben, an denen alles zu erwerben ist, was das Geocacher-Herz höher schlagen lässt. Zusätzlich sei eine Kinderbetreuung inklusive kindgerechter Führung durch das Museum geplant. Für Essen und Trinken sei ebenfalls gesorgt. „Am Ende wird es auch noch eine Tombola geben. Die Einnahmen gehen an die Lebenshilfe Hattingen“, so Flohren.