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Ruderer trotzen in Hattingen dem Regen

17.08.2015 | 07:00 Uhr
Ruderer trotzen in Hattingen dem Regen
Benefizregatta Rudern gegen Krebs in Hattingen auf der Ruhr.Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.   Erstmals fand in Hattingen am Sonntag die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ statt. Das Rahmenprogramm lenkte vom schlechten Wetter ab.

Angst vor dem Wasser musste keiner haben – nass wurden sowieso alle. Beim „Rudern gegen Krebs“ standen am Sonntag trotz Regen der Spaß und natürlich der gute Zweck im Mittelpunkt. Die trübe Ruhr war gesäumt von einem bunten Meer aus Festzelten und Regenschirmen, auf dem Wasser zwischen Hundewiese und Ruhrdeich sorgten die pinkfarbenen Trikots der Ruderer für Farbe.

Alle 74 Boote, die sich angemeldet hatten, waren angetreten. Morgens um zehn Uhr gab Landtagspräsidentin Carina Gödecke den Startschuss für das Ruderrennen – und äußerte den Wunsch, die Regatta in den kommenden Jahren in Hattingen zu wiederholen. Als offizielle Schirmherrin der Veranstaltung war sie nach Hattingen gekommen, ebenso Staatssekretär Schirmherr Dr. Ralf Brauksiepe.

Zum ersten Mal fand die Aktion „Rudern gegen Krebs“ der Stiftung „Leben mit Krebs“ in Hattingen statt. Mit Erfolg: „Hattingen hat sehr schnell den Spitzenplatz eingenommen, was Sponsoren und Teilnehmerzahlen angeht“, lobte Projektkoordinatorin Susanne von Schellenberg von der Stiftung. Mario Kleist, Verwaltungsleiter des Evangelischen Krankenhauses in Bochum, hatte den Sprung ins kalte Wasser gewagt und die Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Augusta-Stiftung, der Stifung „Rudern gegen Krebs“ und den Hattinger Rudervereinen koordiniert.

Die Rudervereine Hattingen und Blankenstein bereiteten die Teams in bis zu vier Trainingseinheiten pro Person auf das 300 Meter- Rennen vor. Mehr als einhundert Helfer sorgten bei der Regatta für einen reibungslosen Ablauf. Die DLRG- Helfer standen sogar stundenlang bei Dauerregen in der Ruhr, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Etwa die Hälfte der Ruder-Teams stammte aus den Augusta-Kliniken in Bochum und Hattingen – das Derby war da vorprogrammiert. Aber vor allem der Spaß: Die Urologen traten mit dem „U-Boot“ an, im Ruderboot namens „Aufschneider“ saßen die Pathologen. Ordentlichen Zuspruch gab es bei den Rennen vom Ufer aus – die Zuschauer schrien nur so um die Wette, um die Teams auf den letzten Metern vor dem Ziel anzufeuern.

Prof. Dirk Behringer, Leiter des Onkologischen Zentrums Augusta, war mit seinem Team „Onkologisches Zentrum Augusta“ gestartet. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stathis Phillippou, Dr. Benno Mann und Dr. Jan Volmerig saß er im Chefärzte- Boot – „unser Boot ist nicht vollständig gekentert“, schmunzelte er hinterher. Das Training im Vorfeld habe viel Spaß gemacht. Und die Ruhr vom Ruderboot aus zu sehen, sei für ihn eine ganz neue und – trotz Regen – sehr schöne Erfahrung gewesen.

Abseits von der Rennstrecke sorgte das Rahmenprogramm für Abwechslung: am WAZ-Stand gab es aufblasbare Klatschhilfen, die Tanzschule Dance Inn tanzte Zumba und DM lud zu Saft-Cocktails ein. Viele Stände informierten die Besucher über die Themen Sport, Krebs und Gesundheit. Auch die Gastronomie orientierte sich am Thema: der Küchenchef des EvK versorgte die Besucher mit ayurvedischen Spezialitäten. Eine große Auswahl an Kuchen lenkte vom schlechten Wetter ab, unter den Festzelten rückten die Besucher und Ruderer nicht nur beim Essen umso dichter zusammen.

Elisa Schinke

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2015-08-17 07:00
Hattingen