Ringe und Hochzeitsgeld gestohlen

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Was wir bereits wissen
Bettina Bauerhin und Kevin Klein heiraten am Freitag, 13. März. Am Freitag, 13. Februar, wurde ihre Wohnung aufgebrochen. Ihre Glückszahl bleibt die 13.

Hattingen..  Bettina Bauerhin bleibt dabei: „Der 13. ist unser Glückstag.“ Ihr Künftiger wohnt in Haus Nummer 13, seine Großeltern haben an dem Tag geheiratet. Die eigene Hochzeit findet ganz bewusst am Freitag, dem 13. März, statt. Sie und Kevin Klein freuen sich auf den Tag. Daran kann auch der Einbruch in ihre Wohnung nichts ändern, bei dem 4000 Euro Bargeld für ihre Hochzeitsfeier aus einem Spielautomaten und einer Kassette sowie ihre Trauringe und Sachwerte von über 5000 Euro gestohlen wurden – am Freitag, dem 13. Februar.

Auf dem Küchentisch liegt die halbfertige Hochzeitsdecke. Ein Herz ist schon rot ausgemalt, das andere erst angefangen. Das Hochzeitsdatum wird noch hervorgehoben. Das Paar ist im Hochzeitsstress, viel ist noch zu tun. Der Einbruch letzte Woche hat die 25-jährige Einzelhandelskauffrau und ihren Bräutigam finanziell zurückgeworfen, ihren Glauben an ihre Glückszahl aber nicht erschüttert.

Wohnungstür aufgebrochen

Erschüttert waren sie, dass ein Einbrecher ihre Wohnungstür gesprengt und sie kurz vor der Hochzeit bestohlen hat. Dass er ihre Trauringe, in die ihre Namen eingraviert sind, mitnahm. Der Polizeibericht konstatiert nüchtern, dass Bargeld und Schmuck entwendet wurden. Er hält als Zeitraum für die Tat die Spanne zwischen Freitag, 21.45 Uhr, und Samstag, 0.35 Uhr, fest. Da war das Paar unterwegs. Vorher hatte es ein Traugespräch. Die Braut in spe hält daran fest, dass der Einbruch am 13. gewesen sein muss und lässt sich die Vorfreude trotz finanzieller Sorgen nicht verderben.

Beim Heimkommen fanden die angehenden Hochzeiter die Wohnungstür aufgebrochen vor. Sie stand nicht offen, war wieder zugezogen worden. „Die Polizeibeamten mussten mehrmals dagegentreten“, erzählt das Paar. Das Ganze habe einen Heidenlärm verursacht. Erst angesichts des Krachs habe sich ein Nachbar erkundigt, was los sei. Von den anderen Nachbarn habe niemand etwas bemerkt.

Die Spuren an der Wohnungstür, die aufgehebelt worden ist, sind noch zu sehen, fallen dem ungeübten Auge aber kaum auf. Die Einbruchsspuren in der Wohnung haben der 26 Jahre alte Fliesenleger, der oft europaweit auf Montage in vielen Ländern ist, und seine Freundin längst beseitigt. Beide kannten sich schon früher, hatten sich aber aus den Augen verloren. An der Tankstelle, an der Bettina arbeitete, trafen sie sich wieder.

In letzter Zeit bekam das Paar viele Pakete mit Hochzeitsgeschenken ins Haus geschickt. Über das „Geschenk“ des Schlüsseldienstes freute es sich nicht: Der kassierte in der Einbruchsnacht über 860 Euro.